Was machen japanische Eltern anders, dass ihre Kinder sich gerne gesund ernähren?

Jeder der Kinder hat, kennt das bestimmt, das Gemüse bleibt öfter mal am Teller zurück. „Ich mag keine Karotten, keinen Spinat, keine Zucchini, …“ bekommen Eltern regelmäßig zu hören. Vor einiger Zeit wurde eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass japanische Kinder viel gesünder sind und eine weit höhere Lebenserwartung haben als Kinder irgendwo anders auf der Welt. Zu einem großen Teil ist das auf die gesunde Ernährung zurück zu führen, mit der Japaner aufwachsen. Was können wir von japanischen Eltern lernen? Wie bringt man die Kleinen dazu sich gesund zu ernähren?

In Japan nehmen sich Eltern viel Zeit, um ihren Kindern den Wert einer gesunden ausgeglichenen Mahlzeit bereits so früh wie möglich zu vermitteln. Japanische Mahlzeiten, für Groß und Klein, sind normalerweise nährstoffreich und sättigend zusammengestellt. Sie bestehen aus viel gesundem Gemüse, einer hochwertigen geschmacksvollen Eiweißquelle – entweder Fleisch, Fisch oder einer vegetarischen Alternative – und für die Sättigung gibt es Reis oder Nudeln dazu, das Ganze wird dann noch gut gewürzt, sodass jede Mahlzeit ein eigenes Geschmackserlebnis ist. Jeder der schon einmal in Japan war, weiß, dass dort die einfachsten Gerichte die Geschmacksknospen zum Jubeln bringen können.

Ganz besonders wichtig ist aber auch, dass Essen eine Familienaktivität ist, die zelebriert wird. Alle versammeln sich und genießen gemeinsam viele unterschiedliche Speisen, die meist in kleinen Portionen serviert werden. Man ermutigt Kinder dazu alles einmal zu probieren, das gelingt am besten, wenn man es ihnen vorlebt. Die Kinder bei der Auswahl und Zubereitung des Essens helfen zu lassen, ist ebenfalls ein guter Weg, um ihr Interesse und Bewusstsein für Ernährung früh zu fördern.

Doch nicht nur die Eltern formen die Ernährungsgewohnheiten der Kleinen, auch Schulen und Kindergärten tragen einen Teil dazu bei. Viele denken automatisch an aufgewärmte Fertiggerichte, wenn sie an Schulküchen denken. Doch in Japan funktioniert das anders, hier wird vor Ort frisch gekocht. Im besten Fall kommt das Gemüse, das in der Schulküche verarbeitet wird, sogar aus dem eigenen Schulgarten. Die Bewirtschaftung und Pflege dieses ist Teil des Unterrichtes der Schüler. Ein paar vereinzelte Projekte, die in diese Richtung arbeiten, gibt es auch bei uns, schade aber, dass es nicht generell Teil des Lehrplans ist.

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Bild: Pexels

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