Bewässerung
Bewässerung
Wie überstehen die Pflanzen den Urlaub, wenn niemand Zeit zum Gießen hat?

Viele Balkongärtner kennen das: Dann, wenn alles am schönsten blüht und somit auch viel Pflege braucht, kommt der Urlaub. Sind Nachbarn oder Freunde auch auf Reisen und können die Pflege nicht übernehmen, braucht man ein zuverlässiges Bewässerungssystem. Damit man die Blumenpracht auch nach dem Urlaub noch bewundern kann, kann man natürlich in den Gartenmarkt gehen und spezielle Systeme kaufen. Man kann aber auch ein bisschen basteln und so viel Geld sparen.

Altbekannt, aber nicht immer zuverlässig, ist die umgedrehte PET-Flasche mit kleinen Löchern im Deckel. Durch die kleinen Löcher rinnt das Wasser langsam in die Erde und versorgt so die Pflanzen. Leider passiert es oft, dass die Löcher durch die Erde verstopfen, das Wasser in der Flasche bleibt und die Gewächse verdursten.

Es gibt aber sozusagen Erweiterungen für dieses simple System, nämlich kleine spitze Tonkappen, die man statt der Plastikdeckel aufschraubt. So wird Wasser angesaugt, sobald die Erde rund um die Tonspitze ausgetrocknet ist. Je nach Flaschengröße und Größe der zu versorgenden Pflanze, kann man bis zu zehn Tage lang sorgenfrei den Urlaub genießen.

Eine andere Lösung ist ein Wassertank und ein dicker Faden (Baumwolle, z.B. Docht für Öllampe). Das eine Ende des Fadens wird in die Erde gesteckt, das andere hängt man in den Wassertank. Nun saugen die Pflanzen selbst das Wasser aus dem Tank, wenn sie es brauchen. Damit diese Methode gelingt, sollte der Tank höher stehen als die zu bewässernden Töpfe und die Fäden möglichst straff gespannt sein.

Mit Wassertank und Schnur gibt es auch eine zweite Variante, die meist besser und zuverlässiger funktioniert. Hierbei wird der Faden unten durch die Ablauflöcher der Blumentöpfe in die Erden gedrückt. Man muss dabei darauf achten, dass der Faden wirklich ins Wurzelwerk reicht. Das andere Ende der Schnur wird auch hier ins Wasser gehängt, allerdings steht das Pflanzengefäß auf dem Tank und nicht im Tank!. Ideal ist es, wenn das obere Gefäß das untere komplett abdeckt, sodass möglichst wenig Wasser verdunstet.

Am besten ist es, wenn man das System schon vor dem Urlaub testet. So weiß man, wie groß der jeweilige Wasservorrat sein muss. Um die Verdunstung über die Erdoberfläche zu verringern, kann man eine Schicht Rindenmulch aufbringen oder die Töpfe zusätzlich mit Bodendeckern bepflanzen. Sind die Bodendecker essbar, haben sie gleich doppelten Nutzen.

Bild: Peng, Wikimedia

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