Photovoltaik-Anlage am Flughafen Salzburg, Foto: Sharp/PV Austria
Photovoltaik-Anlage am Flughafen Salzburg, Foto: Sharp/PV Austria
Das abgelaufene Jahr war in Deutschland ein Rekordjahr für Strom aus Sonnenenergie. In Deutschland produzierten Photovoltaik-Anlagen 60 Prozent mehr Strom als 2010. Nun werden auch Stimmen laut, die den Photovoltaik-Boom…

Das abgelaufene Jahr war in Deutschland ein Rekordjahr für Strom aus Sonnenenergie. In Deutschland produzierten Photovoltaik-Anlagen 60 Prozent mehr Strom als 2010. Nun werden auch Stimmen laut, die den Photovoltaik-Boom einbremsen wollen.

18 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom aus Sonnenenergie. Rein rechnerisch kann der 2011 in Deutschland produzierte Solarstrom damit 5,1 Millionen Haushalte ganzjährig versorgen. Wesentlich für den Erfolg der erneuerbaren Energie aus Sonnenlicht waren vor allem die Preise: Öl und Gas wurden – und werden – immer teurer, Solartechnik günstiger.

Fast ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland entfällt auf erneuerbare Energien, Solarenergie nimmt dabei den dritten Platz nach Wind und Biomasse ein.

Niedrigere Vergütungen

Der massive Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen sorgt freilich nach bestehendem deutschen Förderungsgesetz dafür, dass voraussichtlich am 1. Juli 2012 die Solarvergütung um 15 Prozent gesenkt werden. Die nächsten Kürzungen in der Solarstromförderung folgen dann mit 1. Jänner 2013.

Kampf gegen Solarstrom

Dies nur, falls es nicht sogar noch weiter reichende gesetzliche Änderungen gibt – der deutsche Wirtschaftsminister Rösler, die FDP und Teile der CDU wünschen sich stärkere Kürzungen der Solarstromförderung bis hin zu einer gesetzlich festgeschriebenen Obergrenze für den Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen. Eigenen Aussagen zufolge wollen die Politiker damit eine Verzerrung der Marktbedingungen verhindern. Greenpeace kritisiert, dass Rösler „unterschlägt“, dass die Energiegewinnung aus Kernspaltung und Braunkohle noch höher subventioniert werden als erneuerbare Energien.


Foto: Photovoltaik-Anlage am Flughafen Salzburg, Quelle: Sharp/PV Austria

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