Trinkwasser
Trinkwasser
Dieses Projekt erzeugt mit Hilfe von Solarenergie Trinkwasser aus Salzwasser.

Der Bedarf an sauberem Wasser steigt fast überall in der Welt. Wie kann man aber alle Menschen mit dem wertvollen Gut versorgen, wenn es in vielen Regionen einfach nicht genügend Trinkwasser und sauberes Wasser für die Landwirtschaft gibt? Oft ist zwar genügend Grundwasser vorhanden, aber das ist salzhaltig und muss erst entsalzt werden. Gerade in armen, bevölkerungsreichen Ländern fehlen dafür aber oft die notwendige Elektrizität und die Anlagen. Deshalb hat die US-amerikanische Agentur für internationale Entwicklung den Wettbewerb Securing Water for Food ausgeschrieben bei dem kosten- und energieeffiziente, nachhaltige Lösungen für dieses Problem gesucht wurden.

Die Einreichungen wurden geprüft und als Sieger wurde die Technologie des Massachusetts Institute of Technology und der Firma Jain Irrigation Systems gekürt. Dieses System verwendet Solarenergie für die Umwandlung und hat das Potential genügend Trinkwasser für ein Dorf mit 2.000 bis 5.000 Einwohnern zu produzieren. Über Solarzellen wird Energie produziert, die entweder gleich verwendet oder gespeichert werden kann. Die Entsalzung geschieht durch Elektrodialyse. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass man damit auch einen relativ niedrigen Salzgehalt ausfiltern kann. Herkömmliche Verfahren, wie etwa die Umkehrosmose, eignen sich besser für hohe Salzkonzentration, wie man sie etwa in Meerwasser findet und brauchen zu dem bei weitem mehr Energie.

Bei der Elektrodialyse wird das Wasser zwischen zwei unterschiedlich geladenen Elektroden hindurch geschickt. Weil das Salz sowohl positive als auch negative Ionen enthält, wird es von den Elektroden angezogen und kann mit Hilfe mehrerer Membranen herausgefiltert werden. Man erhält dann Wasser, das man für die Landwirtschaft verwenden kann. Um es trinkbar zu machen, müssen allerdings noch weitere Stoffe entfernt werden – mittels UV-Licht werden Krankheitserreger zerstört. Der Ertrag an sauberem Wasser liegt bei diesem Verfahrens bei 90% und ist damit etwa doppelt so hoch wie bei anderen Methoden.

Die Installation der ersten Prototypen in Indien ist für das Jahr 2016 geplant, die Entwickler sehen aber auch großes Potential für den Einsatz solcher Anlagen in Krisengebieten und bei Katastropheneinsätzen.

Bild: George Hodan

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