Sanfter Tourismus – das ist eine besondere Art zu reisen. Ziel ist, möglichst wenig Spuren im Ökosystem zu hinterlassen – und gleichzeitig möglichst nah an der Natur zu reisen.

Sanfter Tourismus, was ist das? Eine allgemein verbindliche Definition gibt es nicht. Aber ein gemeinsames Ziel. Sanfter Tourismus will die Umwelt, so wie er sie vorfindet, möglichst erhalten und keine unnötigen Zerstörungen anrichten oder keine vermeidbaren Abfälle produzieren.

Moto-Cross fahren im Wald? Quad-Rennen auf der Wiese? Luxuriöse Wohntürme für Tausende von Urlaubern? Auf keinen Fall. Im Gegenteil! Sanfter Tourismus sucht nicht wilde Action in der Masse, sondern das ruhige Erleben der Umgebung, sich einlassen auf das Ökosystem, kennen lernen statt unterwerfen. Der Vorteil für den Einzelnen ist, dass der Unterschied zur Alltagshektik viel intensiver wahrgenommen wird, statt die gewohnte Lebensweise einfach überallhin mitzunehmen.

Sanfter Tourismus heißt, das Land erwandern, die Kultur möglichst unverfälscht miterleben und teilnehmen an den Abläufen.

Immer mehr Regionen laden speziell die Urlauber und Gäste ein, die im Tourismus auf Umwelt wert legen. Ein Beispiel sind Initiativen, die Sanften Tourismus in den Alpen fördern wollen, um Schäden durch den Massentourismus gering zu halten. Das Umdenken findet seit den 1980er-Jahren statt, etwa in Skigebieten, die angesichts schwindender Gletscher darüber nachdenken müssen, was sie künftigen Urlauber-Generationen zu bieten haben. Skifahrer und Snowboarder im Winter und eine steigende Anzahl von Bergwanderern im Sommer haben deutliche Spuren hinterlassen.

Umgedacht wird sogar auf der als „Partyinsel“ berühmt-berüchtigten Baleareninsel Mallorca. Hier steuert man vermehrt in Richtung sanften Familien- und Umwelt-Tourismus. Im Hinterland, gibt es Gelegenheit, zwischen so unterschiedlichen Gebieten wie Sumpfland, Hügelland und gebirgigen Regionen eine erstaunlich abwechslungsreiche natürliche Vielfalt zu entdecken.

Komfort

Dabei darf es bei vielen der sanften Urlaubsangebote durchaus komfortabel zugehen. Entscheidend ist ja nicht der Verzicht, sondern die Rücksichtnahme und der bewusste Umgang mit der Natur und den Lebensgewohnheiten der Menschen, die immer am Urlaubsort leben.

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