Bei Regen, Dunkelheit oder Kälte Essen ausliefern? Das könnten künftig Lieferroboter übernehmen, die den Restaurants auch noch Provisionen bei den Lieferdiensten sparen. Fotocredit: © Paolo Feser/Unsplash
Bei Regen, Dunkelheit oder Kälte Essen ausliefern? Das könnten künftig Lieferroboter übernehmen, die den Restaurants auch noch Provisionen bei den Lieferdiensten sparen. Fotocredit: © Paolo Feser/Unsplash
Das kanadische Unternehmen Tiny Mile hat einen Lieferroboter entwickelt, der Restaurants künftig Provisionsgebühren sparen und Essen nachhaltig zu Kundinnen und Kunden liefern soll.

Sicherlich ist es dir auch schon einmal so oder so ähnlich gegangen: So wirklich gut fühlen wir uns nicht, wenn die Botenfahrerin des Lieferdienstes durchnässt mit deinem Sackerl Essen vor der Türe steht, weil es draußen plötzlich zu regnen begonnen hat. Und auch nicht, wenn wir daran denken, wie viel Provision der Lieferdienst jetzt gerade wohl dafür von unserem Lieblingslokal abknöpft. Und auch wenn es so unendlich bequem ist, wenn wir genauer darüber nachdenken, fragen wir uns schon gelegentlich: Welches System unterstützen wir hier? Zum Teil wahrscheinlich auch Systeme, hinter denen wir eigentlich gar nicht stehen wollen. Genau hier setzt das Unternehmen „Tiny Mile“ an. 

Lieferroboter Geoffrey auf Torontos Straßen unterwegs

Das Hauptaugenmerk der Firma mit Sitz im kanadischen Toronto liegt darauf, einen erschwinglichen und auch effizienten Lieferservice anzubieten, der sich in bereits bestehende Liefer-Apps integrieret und dabei helfen kann, Provisionsgebühren zu sparen – und bei dem auch das Wetter draußen keine wirkliche Rolle spielt. Und dafür hat es den Lieferroboter „Geoffrey“ entwickelt. Der Name geht dabei zurück auf Geoffrey Hinton, der als Pionier im Forschungsbereich der Künstlichen Intelligenz bekannt ist, und der dem Entwickler-Team des Tiny Mile-Lieferrobotors sogar persönlich seinen Segen für die Verwendung seines Vornamens gegeben haben soll. Von selbst fährt das rosa Lieferwägelchen aber nicht: Gesteuert wird es stattdessen von Fernpiloten, die es mit einer Art Spielkonsolen-Controller innerhalb eines Radius von zwei Kilometern rund um das Restaurant kontrollieren können. Die Piloten steuern Geoffrey dabei mithilfe von eingebauten Kameras und GPS-Systemen durch die belebten Straßen der Innenstadt von Toronto, wo Geoffrey mittlerweile immer bekannter wird. 

 

Deckel des Lieferroboters öffnet nicht, wenn Bestellnummer gezeigt wird

Das Roboter-Lieferservice funktioniert in der kanadischen Millionenstadt derzeit, indem Kundinnen und Kunden eine Bestellung bei Uber Eats aufgeben. Sowohl das Versandteam von Tiny Mile als auch das Restaurant erhalten diese Bestellung dann gleichzeitig. Geoffrey wird dann zum Restaurant geschickt und holt das Essen dort ab. Dabei fährt er auf den Gehwegen und macht sich in Schrittgeschwindigkeit auf den Weg zu den Kundinnen und Kunden. Diese halten wiederum ihre Bestellnummer in die Kamera vorne auf dem Roboter, wodurch der Deckel entriegelt sowie geöffnet wird und das Essen zur Entnahme freigegeben wird.

Quelle: https://tinymile.ai / Fotocredit: © Paolo Feser/Unsplash 


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