Im Atlantik wird dieses Jahr eine weitere überdurchschnittlich aktive Hurrikan Saison eintreten. Bis zu 20 Wirbelstürme werden erwartet.

Laut der Prognose der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanographiebehörde NOAA gibt es eine 60-prozentige Chance, dass 13 bis 20 Stürme auftreten werden. Davon sollen sechs bis zehn zu Wirbelstürmen mit Winden von bis zu 119 Kilometern pro Stunde werden. Weitere fünf sollten sich zu großen Hurrikanen entwickeln können, mit Winden von bis zu 179 km/h.

Damit wird das Hurrikan-Jahr 2021 zwar überdurchschnittlich, erreicht aber nicht das historische Sturmniveau von 2020. In der Rekordsaison des letzten Jahres gab es 30 so genannte „benannte Stürme“. Das sind Stürme, die tropische oder höhere Stärken von mehr als 63 km/h erreichen und damit einen Namen bekommen. Dreizehn dieser 30 Stürme waren Hurrikane, was mehr als doppelt so hoch war wie der vorherige, langfristige saisonale Durchschnitt von zwölf benannten Stürmen und sechs Hurrikanen.

Das soeben veröffentlichte jährliche Year of Weather-Video der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) zeigt das besonders wilde Wetter 2020 aus Satellitenperspektive. Die Stürme sind je nach Intensität in Farben von gelb bis rot markiert.

Die Saison dauert normalerweise von August bis Oktober, aber in den vergangenen sechs Jahren war das anders. Im Jahr 2020 bildeten sich schon im Mai zwei tropische Stürme (Arthur und Bertha). Zwei große Hurrikane, Eta und Iota, bildeten sich ganz am Ende der Saison im November, wobei Iota Kategorie 5 mit Winden von 260 km/h erreichte und schwere Verwüstungen in Mittelamerika verursachte.

Aufgrund dieser Entwicklung hat die NOAA auf das bisherige langfristige Sturmsaisonmodell verzichtet, das auf Daten von 1981 bis 2010 basiert, und ein neues Datensatzmodell von 1991 bis 2020 eingeführt, um die zunehmend aktive atlantische Hurrikan Saison besser widerzuspiegeln. Bessere Technologie und genaueres Verständnis darüber, wie sich Stürme bilden und bewegen, hat auch dazu geführt, dass die NOAA neu kalibriert hat, wie eine „durchschnittliche“ Hurrikansaison aussieht: eine durchschnittliche Saison hat nun 14 benannte Stürme und sieben Hurrikane.


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