Klarer Himmel über Peking – Grüne Mauer gegen Sandstürme in der chinesischen Hauptstadt. – © PublicDomainPictures / Pixabay
Klarer Himmel über Peking – Grüne Mauer gegen Sandstürme in der chinesischen Hauptstadt. – © PublicDomainPictures / Pixabay
Sandstürme aus der Wüste Gobi gehörten in Peking noch vor einigen Jahrzehnten zu einem großen Problem der gigantischen chinesischen Hauptstadt. Dank Aufforstungsprogrammen konnte das Sanddilemma in der Großstadt erfolgreich beendet werden.

Sie gehört zu den größten Wüstenregionen unserer Erde: die Wüste Gobi. Das gigantische Trockengebiet im Inneren des asiatischen Kontinents liegt zum größten Teil in der Mongolei. Dort zeigt das Wüstengebiet vor allem sein lebensfreundlicheres Gesicht: Weite Steppenlandschaften prägen das Bild der mongolischen Gobi, während sie auf chinesischem Boden zumeist aus steinigen und sandigen Teilen besteht. 

Gobi verursachte 50 Sandstürme im Jahr

Eben jene Wüstenteile mit großen Sandflächen und Sanddünen waren es, die noch in den 1950er-Jahren dafür sorgten, dass sich die chinesische Hauptstadt Peking jährlich im Durchschnitt weit über 50 Tage verdunkelte – Sandstürme legten die traditionsreiche Stadt, die heute als politisches Zentrum Chinas gilt, regelmäßig lahm. Noch 1978 breiteten sich durchschnittlich etwa fünf solcher tobenden Sandstürme über die Region Pekings und darüber hinaus aus. Und heute? Heute wird statistisch gesehen weniger als ein Sandsturm im Jahr verzeichnet. Wie ist das möglich, obwohl sich die Wüste nach Süden hin – also Richtung China – ausbreitet? 

Große Grüne Mauer gegen Sandstürme

Möglich macht das ein Jahrzehnte langes Aufforstungsprojekt, das nun seine Wirkung zeigt. Denn neben dem weltweit bekannten Festungsbau der chinesischen Mauer findet sich heute in China noch eine weitere. Die sogenannte „Große Grüne Mauer.“ Sie besteht derzeit aus einer Fläche von aufgeforstetem Wald, die größer als Deutschland ist! Bis 2050 soll daraus ein 4.500 Kilometer langer und mehrere hundert Kilometer breiter grüner Schutzwall entstehen. Dass das Ziel dieses Plans in den nächsten 30 Jahren durchaus realistisch ist, zeigt der bisherige Verlauf des Projekts. Denn der Bau der „Grünen Mauer“ wurde bereits 1978 beschlossen und dabei in acht exakte Phasen eingeteilt, die bisher eindeutig ihre Wirkung zeigen. 

Umwelt- und Sozialpolitik vereint

Die Aufforderung der Wälder ist dabei nicht nur eine besonders wichtige Maßnahe gegen den Klimawandel, sondern der künstlich angelegte Wald konnte bereits jetzt die Ausbreitung der Wüste und damit die Sandstürme in den städtischen Regionen eindämmen. Gleichzeitig ließ die Bodenerosion um ganze 67 Prozent nach! Doch das über 13 Milliarden Dollar teure Aufforstungsprogramm ist nicht nur von umwelttechnischem Wert: Insgesamt sind derzeit 313 Millionen Menschen in Forstwirtschaft und Gartenbau beschäftigt, um das voranschreitende Projekt zu realisieren. Damit zählt die Grüne Mauer Chinas auch zu einem wichtigen Teil der Arbeitsplatzsicherung des Landes. 

Quelle: infosperber.ch / Foto: ©  PublicDomainPictures / Pixabay 


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