Fotocredit: Matthias Glanznig / instagram.com/mattdevivre
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Im zweiten Teil unserer Serie “Wildes Wien”, begeben wir uns ans Wasser und halten Ausschau nach den Tierarten, die sich dort am liebsten aufhalten. Wir können uns wahrlich sehr glücklich schätzen über die vielen grünen Flächen und Erholungsgebiete, die uns Wien bietet.

Der Frosch

Während der Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) sich überwiegend in kleineren Gewässern mit krautigem Bewuchs aufhält, findet man den Teichfrosch (Pelophylax esculentus) in allen anderen Arten von Gewässern. Warum wir sie in einem Satz erwähnen? Der Teichfrosch ist aus einer Kreuzung des Wasserfrosches mit dem Seefrosch entstanden. Der Fortbestand der neu entstandenen Art ist abhängig vom Wasserfrosch, da sich Teichfrösche untereinander nicht fortpflanzen können (und wenn, dann entsteht dabei wieder ein Seefrosch). 

Fotocredit: Matthias Glanznig / instagram.com/mattdevivre
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Die Teichralle 

Die Teichralle (Gallinula chloropus) bevorzugt als Lebensraum langsam fließende oder stehende Gewässer. Sie wird auch Teichhuhn genannt und ihr auffälligstes Merkmal ist der tiefrote Schnabel und die Stirn. Die Schnabelspitze ist gelb. Das Exemplar unten wurde von Fotografin Anke Licht im Wiener Türkenschanzpark gesichtet. Wenn ihr genau hinseht, fallen euch sicher die grünen Beine auf. Der lateinische Name bedeutet übersetzt “grünfüßiges Hühnchen”. 

Fotocredit: Anke Licht / instagram.com/daheimistlangweilig
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Die Sumpfschildkröte

Die europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis orbicularis), hier festgehalten von Matthias Glanznig, liebt ruhige und pflanzenreiche Gewässer. Den Winter verbringen diese Schildkröten unter Wasser. Im Frühsommer holen sie dafür alles nach und sind dann oft beim Sonnenbaden zu bestaunen. Wenn es sehr heiß ist, schwimmen sie dann wieder lieber wieder eine Runde bzw. halten sich im Schatten auf. 

Fotocredit: Matthias Glanznig / instagram.com/mattdevivre
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Die Stockente

Weit verbreitet in Wien ist die Stockente (Anas platyrhynches). Hier geknipst im Volksgarten gleich in der Nähe eines Brunnens. Ihre Nester bauen sie gerne unter Büschen, auf Bäumen oder in Straßenböschungen, aber nicht immer finden sie diese Möglichkeiten in der Stadt. So wurden auch schon Nistplätze auf Balkonen oder Flachdächern entdeckt. Eine Stockente kann übrigens bis zu 20 Jahre alt werden. 

Fotocredit: Anke Licht / instagram.com/daheimistlangweilig
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Der Biber

Einen eher scheuen Vertreter in dieser Kategorie hat Katrin Krumpl vor ihre Linse bekommen – den Biber (Castor fiber). Er ist das größte einheimische Nagetier und hauptsächlich dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Seine Anwesenheit bleibt meist nicht unbemerkt, denn er baut mit abgeknabberten Ästen und Baumstämmen seine Biberburgen und Dämme. Diese haben oft mehrere Kammern und Zugänge unter Wasser. In Wien kann man sie z.B. bei der alten Donau oder in Gewässern im Prater finden. Sogar im Wienfluss und im Donaukanal wurden sie schon gesichtet.   

Fotocredit: Katrin Krumpl / instagram.com/herbstmensch
Fotocredit: Katrin Krumpl / instagram.com/herbstmensch
Fotocredit: Katrin Krumpl / instagram.com/herbstmensch
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Der Schwan

Wenn man an Bilder aus Wien denkt, gehört der Höckerschwan (Cygnus olor) doch schon irgendwie dazu. Er findet sich z.B. auf der Donauinsel, am Kaiserwasser, in Schönbrunn und in vielen anderen Parks in Wien. Die Vorstellung von Fotos mit weißen Schwänen im Wiener Stadtgebiet ist noch nicht romantisch genug? Höckerschwanpaare bleiben ein Leben lang zusammen, wenn sie sich einmal gefunden haben! <3 Dieses Leben kann sich dann über 16-20 Jahre erstrecken. 

Fotocredit: Anke Licht / instagram.com/daheimistlangweilig
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Quellen:
https://www.donauauen.at/nature/fauna
https://wien.stadtwildtiere.at/tiere/welche-tiere-leben-wien


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