Öko-Mode kostet mehr Geld als Billig-Leiberl – aber nicht mehr als Markenware. Wo bekommt man nun aber Öko-Labels? Und welche heimischen Ökomode-Produzenten gibt es? Durchschnittlich 6% ihres Einkommens geben die…

Öko-Mode kostet mehr Geld als Billig-Leiberl – aber nicht mehr als Markenware. Wo bekommt man nun aber Öko-Labels? Und welche heimischen Ökomode-Produzenten gibt es?

Durchschnittlich 6% ihres Einkommens geben die Menschen in Österreich für Kleidung aus. Die Umsätze in der Kleidungsbranche gehen dabei zurück, obwohl mehr Kleidungsstücke verkauft werden. Der Grund liegt auf der Hand: Es wird viel Billigware gekauft.

Die Folgen betreffen das gesamte Ökosystem Erde und die Menschen im Herstellungs- und Transportprozess. Baumwolle braucht nur wenig Anbaufläche, aber viel Insektengift und unzählige chemische Stoffe in der Verarbeitung. Die Bewässerung verbraucht Wasser – in manchen Gegenden zu viel Wasser. Die Löhne in der Weiterverarbeitung sind so niedrig wie die Behandlung der Mitarbeiter schlecht.

Im Energieleben-Interview mit Mag.a Michaela Knieli von „die umweltberatung“ wurden viele der entscheidenden Punkte bereits angesprochen. Nun stellt sich die Frage: Wo kommen wir alle an Öko-Mode?

Die in Österreich gängigen Firmen-Labels ebenso wie die unabhängigen Kontrollsiegel für Ökotextilien sind im Untersuchungsbericht „Ökotextil-Labels in Österreich“, zusammengetragen von „die umweltberatung“, aufgeführt. Eine rasche, oberflächliche Übersicht bieten die Seiten 4 und 5 im Inhaltsverzeichnis.

Nur drei Beispiele:

Das erste öko-faire Modelabel aus Österreich war „Göttin des Glücks“. Schon vor Jahren stellte das Unternehmen vollständig auf fairen Handel und Fair Trade zertifzierte Biobaumwolle um. Die Produkte gibt es in vielen Weltläden und auch in zwei Shops in Wien und einem Outlet in St. Pölten.

In Wien Leopoldstadt gibt es „GuterStoff“, wo faire Bio-T-Shirts sogar vor Ort bedruckt werden können (ebenso wie mitgebrachte Textilien und Taschen, und das mit eigenen Motiven). Die hier verkauften Shirts sind zu 100% aus zertifizierter Baumwolle, unter fairen Arbeitsbedingungen klimaneutral hergestellt.

Klassische Heimat fair gehandelter Produkte sind die Weltläden. An 7 Standorten in Wien zwischen Innerer Stadt und Alsergrund wird dort ein Querschnitt verschiedener Labels geboten. Dazu kommt teils außergewöhnliche Ware direkt aus den Herkunftsländern der Rohstoffe. Produziert werden die Textilien für die Weltläden von rund 140 Vereinigungen von Handwerkern, Kleinbauern und Arbeitern – beiderlei Geschlechts – in etwa 40 Ländern Afrikas, Lateinamerikas und Asiens.

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2 Kommentare

  1. Ein „Mainstream“-Label, das in seinem Sortiment auch Ökomode anbietet, ist Jackpot (skandinavischer Style). Ich kaufe selbst immer wieder dort ein und habe schon einige schöne Teile gefunden, die preislich okay und dabei auch noch „organic“ sind. Das Geschäft in Wien befindet sich in den Ringstraßengalerien.
    http://www.jackpot.dk/en/

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