Der große CO2-Fußabdruck unserer Gesellschaft ist zuallererst eine Folge des Konsumverhaltens. Günstige, wenig haltbare Ware wird gekauft und wieder weggeworfen. Der überraschend vielseitige und lohnende Ausweg: Selber machen Aus diesem…

Der große CO2-Fußabdruck unserer Gesellschaft ist zuallererst eine Folge des Konsumverhaltens. Günstige, wenig haltbare Ware wird gekauft und wieder weggeworfen. Der überraschend vielseitige und lohnende Ausweg: Selber machen

Aus diesem System ein Stück weit auszusteigen geht nicht ganz ohne Aufwand, bringt aber nicht nur der CO2-Bilanz etwas, sondern auch der persönlichen Entwicklung und dem individuellen Wohlbefinden.

Selber machen

Das Prinzip ist ganz einfach: Selber machen statt kaufen, wenn das möglich ist. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht stellt bald fest: Es ist öfter möglich als man denkt.

Das fängt bei Geschenken zu Weihnachten, am Valentinstag oder zu Ostern und zum Geburtstag an. Wenn man nicht weiß, was der oder die Beschenkte gebrauchen kann, ist meist auch das rasch gekaufte Geschenk nicht für die Ewigkeit gemacht. Ein selbst gebasteltes, gemaltes oder gestaltetes Geschenk hat gleich zwei Vorteile: Erstens nützt es der Umwelt. Zweitens wird der Vorgang des Schenkens aufgewertet, weil mit dem selbst gemachten Geschenk auch die in die Herstellung gesteckte Zeit mit geschenkt wird.

Babydecken, Spielzeug, Kirschkernkissen oder dicke Socken sind Beispiele dafür, was man für den Eigengebrauch selbst machen kann. Meist sind selbst gemachte Gebrauchsgegenstände sogar haltbarer als gekaufte. Immer hat man die Gewissheit darüber, was verarbeitet wurde und unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde.

Brot und Kuchen selbst zu backen hilft dabei, die lange Liste der kaum bekannten Inhaltsstoffe in Backwaren zu kürzen – und zu kontrollieren, welche Stoffe in welcher Menge und in welcher Form verarbeitet werden.

Reparieren

Der nächste Punkt ist das Wegwerfen – und das Reparieren. Je nach persönlicher Begabung und vorhandenem Werkzeug und Matrial lassen sich viele gebrochene, zerrissene oder verbogene Gegenstände wieder herstellen.

Wenn das nicht geht, eignen sie sich häufig für einen anderen Verwendungszweck. Alte Textilien eignen sich als Wischtücher, die Bretter aus dem alten Kinderbett sind wertvolles Material für die nächste Möbelreparatur.

Gefühlssache

Es ist eine meist sehr tief eingewurzelte Gewohnheit, dass jedes Stück, das man im Haushalt verwendet, isst oder aufstellt aus der Massenfertigung übernommen und gekauft wird. Selbst Gemachtes erhält dadurch manchmal ein Beigeschmack von Notlösung. Selbst kochen, backen oder nähen klingt manchmal nach altmodisch und sogar nach niederen Tätigkeiten. Kein Wunder, dass wir sie nur allzu gern Fließbändern und Maschinen überlassen.

Doch bewusst selbst Gemachtes kann nicht nur gesundheitlich wertvoller sein, es kann auch persönlich gut tun. Selbst etwas Neues, Nützliches herzustellen, etwas „Richtiges“, das man sich bislang vielleicht gar nicht zugetraut hätte, macht Freude – und Lust auf mehr.

Langeweile kommt auch nicht auf, wenn man, statt die fünfte Wiederholung eines alten Films anzuschauen, lernt, einen nützlichen Gegenstand herzustellen oder die vergessene Kulturtechnik des Nähens neu belebt. Das gilt übrigens für Frauen wie für Männer.

Tipp: Energieleben Fix It! im Juni 2012! Reparieren statt Wegschmeißen.

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