Fotocredit: Pixabay/gonghuimin468
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In unserer Gesellschaft ist es normal einfach zu konsumieren. Was mir gefällt, das kaufe ich mir, wenn ich ein großes Projekt abgeschlossen habe, gönne ich mir eine Belohnung. Doch was und vor allem auch wie viel davon brauchen wir wirklich?

Ist es notwendig so viel zu besitzen, dass viele von uns im einem Überfluss leben, oder ist es erstrebenswerter sich im Minimalismus zu üben? Ich denke, dass ein gesundes Mittelmaß das ist, wovon wir alle ein bisschen mehr brauchen können. 

Nachhaltigeres Konsumverhalten, ohne sich dabei komplett um 180 grad verdrehen zu müssen, das ist es, was es braucht. Und wie das klappen soll? Wenn du diese 4 Tipps beherzigst, dann kann ich dir versichern, dass sich dein Konsum um einiges nachhaltiger gestalten wird: 

1-EINKAUFSZETTEL STATT HUNGER SHOPPING 

 Fotocredit: Pixabay/Counselling
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Wer kennt es nicht, Abends nach der Arbeit total hungrig einkaufen zu gehen, endet meist in einer mittleren Katastrophe. 1000 Sachen eingekauft, weil in diesem Fall der Hunger bestimmt und der hätte gern einmal Alles zum mitnehmen. Drei davon dann daheim gegessen und 997 weggeschmissen, weil sie nach einiger Zeit abgelaufen sind oder sich ihrer niemand erbarmt hat. 

Genau so sieht Lebensmittelverschwendung aus und das ist wirklich nicht notwendig. Die advanced Methode wäre es, sich einen Wochenplan mit Gerichten für jeden Tag zu schreiben. Meins ist das nicht so wirklich, weil ich sehr nach Gusto koche und esse und mich dann schnell eingeschränkt fühle. In jedem Fall schafft aber ein Einkaufszettel Abhilfe und an den wird sich dann auch gehalten. 

So wird wirklich nur noch das gekauft, was auch tatsächlich für die nächsten 2-3 Tage zum Kochen gebraucht wird und die Chance, dass die Hälfte im Müll landet, ist wesentlich geringer. 

2-ALLZWECKREINIGER STATT EINZWECK PUTZMITTEL 

Putzmittel gibt es wie Sand am Meer; für jeden Raum, jeden Zweck und man möchte fast meinen für jeden Zentimeter der Wohnung gibt es ein extra Mittelchen. Ob wir das brauchen sei dahin gestellt. Doch es geht auch gut mit Reinigern, die mehr als nur einen Bereich abdecken. 

Das spart einerseits eine Menge Plastik und auf der anderen Seite auch noch jede Menge unnötiger Chemie. Dazu kommt noch, dass es ziemlich viel Geld kostet so viele unterschiedliche Reiniger zu horten. 

Allzweckreiniger sind eine Geschichte, die sehr gut funktioniert. Aber es gibt auch noch eine ganze Reihe an Hausmitteln, die ebenfalls wunderbar ihren Zweck erfüllen. Natron beispielsweise kann für nahezu alles verwendet werden – ob die Wäsche weißer werden soll oder der Abfluss verstopft ist. 
Oder versuch mal Essig, statt diesen nur in dein Salatdressing zu mischen, auch mal in den verkalkten Wasserkocher zu füllen. 

3-KLEIDERSCHRANK STATT GRUSELKABINETT 

Fotocredit: Pixabay/JamesDeMers
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Mein größtes Laster war immer Kleidung. Ich ziehe mich gerne modisch an und kombiniere gerne immer Neues. Doch irgendwann sieht man sprichwörtlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Seit ich nur noch Fair Fashion konsumiere, ist das weit besser geworden, doch auch hier könnte man noch Abstriche machen.

Was braucht man denn wirklich? Eine Capsule Wardrobe zu führen ist für manche bestimmt wunderbar und denkbar – für andere wieder der reinste Albtraum. Was super hilft, ist sich vor jedem Neukauf anzuschauen, was man wirklich braucht und ob nicht die drei anderen schwarzen Pullis im Schrank vielleicht ausreichen. Bei mir klappt wunderbar, dass immer ein Teil gehen muss, wenn ein neues einzieht. 

Second Hand einzukaufen ist auch noch eine richtig tolle Methode, um mehr Nachhaltigkeit in die Geschichte zu bringen. Hier müssen keine neuen Ressourcen verschwendet werden und man haucht einem Kleidungsstück neues Leben ein. 

4-REPARIEREN/UMGESTALTEN STATT MÜLLHALDE 

Fotocredit: Pixabay/TiBine
Fotocredit: Pixabay/TiBine

Wir neigen dazu Gegenstände ungeschaut durch neue zu ersetzen, anstatt zu versuchen die bestehenden zu reparieren oder nochmals zu verwenden. Das gilt nicht nur für Elektronik, auch für Möbelstücke und Kleidung. 

Es ist viel sinnvoller die Lieblingsschuhe zum Schuster zu bringen und vielleicht neu besohlen zu lassen, als für viel Geld neue zu kaufen und die alten zu entsorgen. Nicht nur, dass damit eine Berufsspate, die eh vom Aussterben bedroht ist, Arbeit bekommt, der Kreislauf von immer neuer Produktion wird auch unterbrochen. Außerdem wissen wir alle, wie nervig es ist neue Schuhe einzugehen 😉

Überleg dir vielleicht auch mal Möbel, die dir nicht mehr zu 100% gefallen abzuschleifen und in einer anderen Farbe anzumalen?! Oder stell dein Zimmer um, das kann oft Wunder wirken und plötzlich sieht das ungeliebte Kasterl wieder wunderbar aus auf seinem neuen Platz. 

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie du deinen Alltag und den damit verbundenen Konsum nachhaltiger gestalten kannst. Pick dir einfach raus, was sich für dich gut anfühlt und go for it!