Die Frage "Was soll ich anziehen?" stellt dich bei einem minimalistischen Kleiderschrank nicht mehr. -Photocredit: Lisa Radda
Die Frage "Was soll ich anziehen?" stellt dich bei einem minimalistischen Kleiderschrank nicht mehr. -Photocredit: Lisa Radda
Die sogenannte Capsule Wardrobe liegt im Trend – doch den Kleiderschrank von heute auf morgen drastisch auszusortieren ist meistens kontraproduktiv.

Gerade zum Frühlingsbeginn überfällt viele von uns der Putzteufel. Denn sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen ans Fenster klopfen, steht der Frühjahrsputz an. Gerade was den Kleiderschrank betrifft, wird hier oftmals großzügig ausgemistet. 

Damit dir im nächsten Winter jedoch nicht die Hälfte der Sachen fehlt und du alles wieder neu kaufen musst, gibt es ein paar kleine Tipps und Tricks zu beachten.

Übrigens: Wie du richtig aufräumst, kannst du hier nachlesen.

Diese 5 Schritte helfen dir dabei, dich auf einen minimalistischen Kleiderschrank vorzubereiten

  1. Räume alles aus
    Selbstverständlich beginnt das Auf-, Ausräumen und auch das Verkleinern damit, alles auszuräumen. Suche alle Kleidungsstücke, Schuhe, Taschen und Accessoires zusammen und lege sie in Gruppen (zum Beispiel alle Socken, alle kurzärmligen T-Shirts, alle Winterschuhe etc.) auf das Bett oder den Fußboden. Dadurch siehst du bildlich, was du alles besitzt. Was denkst du dabei? Fühlt es sich beklemmend an, weil du so viele Kleidungsstücke besitzt? Hast du vielleicht das ein oder andere Ding bereits vergessen gehabt? 

    Dadurch, dass du alle Sachen angreifst, wirst du dir besser bewusst, was du tatsächlich besitzt. Du kannst diesen Prozess so oft du möchtest wiederholen. Du kannst ihn auch damit verbinden, dass du den Kasten oder das Schuhregal auswischt oder putzt. 

  2. Nicht gleich alles wegschmeißen
    Oftmals sind wir gerade beim Hergeben übermütig und treffen – ähnlich wie auch beim Einkaufen – zu schnelle Entscheidungen, die wir später bereuen. Gib Kleidungsstücke, die bei denen du dir unsicher bist, nicht sofort her, sondern bewahre sie für drei bis sechs Monate in einer Kiste auf. Vergiss‘ nicht das Start- und Enddatum darauf zu schreiben, so behältst du den Überblick.

    Wenn die Frist vorbei ist und du die Sachen nicht vermisst hast, dann kannst du sie zum Beispiel auf dem Flohmarkt verkaufen oder aber auf der nächsten Kleidertauschparty tauschen. Bloggerin Mira hat einen kleine Anleitung für Kleidertauschpartys geschrieben. Du findest sie hier.

  3. Erstelle dir dein persönliches Lookbook
    Selbstverständlich ist es einfach, sich eine Capsule Wardrobe oder einen minimalistischen Kleiderschrank zu erstellen beziehungsweise aufzubauen, wenn du ganz genau weißt, was dir steht und was du gerne trägst. Das klingt leichter als es ist und kann durchaus einige Zeit dauern. Daher ist es hilfreich, wenn du dir dein eigenes Lookbook erstellst. Hierbei ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Du kannst verschiedene Outfitkombinationen, Farben, Muster, Schnitte oder Stoffe notieren, die dir gefallen und die du gerne trägst. 

    Wenn du zum Beispiel ein Monat lang jeden Tag ein Foto von deinem Outfit machst, kannst du nach 30 Tagen ganz genau sehen, was du oft und gerne angehabt hast, und was weniger oft. Je besser du dich selber kennst und je genauer du weißt, was du gerne trägst, desto weniger Fehlkäufe werden dir passieren. So minimiert sich dein Kleiderschrank ganz von selbst.

  4. Challenge dich selbst
    Die meisten Dinge im Leben gehen einfacher, wenn du sie mit ein bisschen Spaß angehst. Gerade beim Ausmisten und Verkleinern des Kleiderschranks gibt es tolle Challenges, die du ausprobieren kannst. Zum Beispiel das Project333 von Courtney Carver: drei Monate lang besteht dein Kleiderschrank ausschließlich aus 30 Teilen -inklusive Schuhe und Taschen. Anschließend werden die Sachen gewechselt und du suchst dir neue 30 Stücke aus (im Idealfall natürlich aus deinem eigenen Fundus!). Eine abgeschwächte Version davon ist die 10×10 Challenge – hier trägst du in 10 Tage nur 10 verschiedene Kleidungsstücke. 
    Diese Challenges können wir dabei helfen, herauszufinden, welche deiner angeblichen Lieblingsstücke du wirklich gerne trägst. Welche sich gut beziehungsweise weniger gut kombinieren lassen und worauf du in Zukunft doch lieber verzichten möchtest. 

     

    Challenges können dir dabei helfen, deinen Kleiderschrank zu verkleinern. -Fotocredit: Lisa Radda
    Challenges können dir dabei helfen, deinen Kleiderschrank zu verkleinern. -Fotocredit: Lisa Radda

     

  5. Kleiderhaken verkehrt herum aufhängen
    Drehe einfach die Haken der Kleiderbügel um, sodass er verkehrt herum im Kleiderschrank hängt. Sobald du das Kleidungsstück anhattest, hängst du den Bügel einfach richtig herum in den Kasten. Dadurch behältst du einen Überblick darüber, welche Dinge du tatsächlich anziehst.

    Wie auch schon bei Tipp zwei kannst du dir eine Deadline setzen und an dem von dir festgelegten Datum alle Kleidungsstücke, die du bis dahin nicht getragen hast, zum Flohmarkt bringen oder sie spenden. 

Capsule Wardrobe leicht gemacht

Mit diesen 5 Tipps und Tricks wird es dir bestimmt einfacher fallen, deinen Kleiderschrank übersichtlicher und minimalistischer zu gestalten. Einige der vielen Vorteile an einem reduzierten Kleiderschrank sind, dass du in der Früh nicht mehr so lange brauchst, um dich für ein Outfit zu entscheiden oder dass du nur mehr Lieblingsstücke, die du alle gerne trägst, die dir stehen und richtig gut passen besitzt. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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