Wir alle kennen das Problem: es gibt scheinbar nichts in unserem Kleiderschrank zum Anziehen – oder etwas das wir nicht anziehen wollen. Wir sind es gewohnt möglichst viel Abwechslung anhand…

Wir alle kennen das Problem: es gibt scheinbar nichts in unserem Kleiderschrank zum Anziehen – oder etwas das wir nicht anziehen wollen. Wir sind es gewohnt möglichst viel Abwechslung anhand unserer Kleidung zu zeigen, denn nicht jeden Tag sind wir in der Stimmung ganz in schwarz oder mit einer blaue Hose / weißes Shirt-Kombi das Haus zu verlassen. Für ausgefallene Teile und mehr Abwechslung im Kleiderschrank muss man aber nicht unbedingt regelmäßig shoppen gehen. Ganz im Gegenteil! Habt ihr es schon mal mit Tauschen versucht?

Was eine Kleidertauschparty ist und welche Gründe es für solche gibt, habt ihr bereits in dem Artikel “5 Gründe für eine Kleidertauschparty” erfahren. In dem Artikel “7 Tauschbörsen in Österreich” findet ihr die beliebtesten öffentlichen Tauschbörsen in ganz Österreich.  Für all jene, die aber nicht genau wissen wie so eine Kleidertauschparty ablaufen könnte, so etwas aber gerne einmal selbst veranstalten wollen: hier erfahrt ihr zwei einfache „Spielregeln“ für die nächste Kleidertauschparty.

Zuerst sollte man sich folgende Frage stellen: möchte man eine große Auswahl an Kleidung tauschen, oder lieber einige wenige hochwertige Stücke ins Spiel bringen? Beides lohnt sich und je weniger Kleidung im Spiel ist, desto übersichtlicher und auch kürzer bleibt die Party und das Tauschen.

Das gleiche gilt natürlich auch für die Anzahl der Partygäste. Je mehr Leute eingeladen werden, desto mehr Kleidung ist im Umlauf. Das hat Vor- und Nachteile.

Viel Zeit investieren und das Tauschen zelebrieren

Am liebsten nehme ich mir viel Zeit hierfür. Die Party kann ruhig vom Nachmittag in den Abend hinein dauern und zwischen 10 und 15 Gäste sollten auf jeden Fall mit dabei sein. JedeR darf so viel Kleidung mitbringen wie er/sie möchte und schließlich wird das Tauschen von einer der Personen moderiert. So wird jedes Kleidungsstück einzeln vorgestellt und bekommt so die Chance von jedem Gast genau unter die Lupe genommen zu werden. Wer es haben möchte, nimmt es. Wenn es mehrere Personen haben wollen, bekommt es die Person, die bisher am wenigsten Kleidung für sich beansprucht hat. Das führt zu einer relativ gerechten Aufteilung und kein Kleidungsstück geht dabei unter.

Gerechtes Tauschen

Nicht JedeR gibt einfach so gerne seine alte Kleidung weg. Daher gibt es natürlich auch die Möglichkeit Eins zu Eins zu tauschen. Das ganze spielt sich dann eher wie bei einem Bazaar ab, und verlangt Verhandlungsgeschick. Oder man einigt sich darauf nur genau so viel Kleidung wieder mitzunehmen, wie man selbst gebracht hat. So ähnlich läuft das auch bei den großen Kleidertauschparties ab, wo man entweder pro Kilogramm tauschen kann, oder man entsprechend viele Coupons bekommt, die man gegen andere Kleidung eintauschen kann. So könnte man die Kleidung zum Beispiel einfach auflegen und jedeR kann sich in Ruhe alles ansehen und sich das nehmen, was er gefällt.

Auch Schmuck, Bücher, Haushaltsartikel und ähnliches können natürlich getauscht werden. Dies sollte aber auf jeden Fall vorher vom Gastgeber abgesegnet werden. Denn nicht jeder hat eine riesige Wohnung um alles aufzubereiten.

Kleiner Tipp: am besten man informiert sich schon im Vorhinein über die Gästeliste und tauscht sich ein wenig aus. Denn gerade bei Kleidergrößen oder Schuhgrößen, kann es von Vorteil sein, wenn man die schon im vorhinein parat hat. Auch Wünsche wie „weiße Kleidung für die Arbeit“, oder „blue Jeans“ können dann besser berücksichtigt werden. Vielleicht ist ja sogar jemand dabei, der es auf ausgefallene Stoffe abgesehen hat und daraus neue Kleidung näht, dann könnte man eventuell auch löchrige oder kaputte Kleidung zur Tauschparty  zusätzlich mitnehmen.

Ich persönlich habe mir schon einige Outfits auf Kleidertauschpartys zusammen getauscht. Meine besten Funde waren ein paar alte Sneakers, ein langer Rock und einige schöne Shirts. Egal ob ich die Party selbst veranstaltet habe oder zu Besuch bei Anderen war, es hat sich bisher immer sehr gelohnt und hat nebenher auch noch richtig Spaß gemacht. Man merkt, die ungeliebte Kleidung von Anderen, könnte die neue Lieblingskleidung von einem selbst werden. Und das ganze ohne einen Cent auszugeben.

 

Bildrechte: Mira Nograsek


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