Earthrise © NASA
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Er hat in einer TED-Talk seinen aktuellen Standpunkt beschrieben.

Al Gore war Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Bill Clinton, wurde 2007 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet gemeinsam mit dem IPCC, dem Intergovernmental Panel on Climate Change der UNO. Seine berühmt(-berüchtigte) Dokumentation “An Inconvenient Truth” hat zwei Oscars gewonnen. Berüchtigt deshalb, da man eine Zeit lang nicht um den Film herumkam, wollte man über den Klimawandel reden.

Al Gore strukturiert seinen TED-Talk anhand dreier Fragen:

  1. Must we change? (Müssen wir uns ändern?)
  2. Can we change? (Können wir uns ändern?)
  3. Will we change? (Werden wir uns ändern?)

Die Notwendigkeit ist da: das Klima der Erde wandelt sich schneller, als uns lieb ist. Der Mensch hat daran einen wesentlichen Anteil. Gore liefert einen drastischen Vergleich: Die in der Atmosphäre gefangene Energie, die der Mensch durch seinen CO2-Ausstoß verursacht, entspricht der Hitze von 400.000 explodierenden Hiroshima-Atombomben; jeden Tag, das ganze Jahr lang. Der Himmel sei die Müllhalde der Industriegesellschaft, sagt Gore.

Die Probleme sind vielfältig: das Meer nimmt enorme Mengen Wärmeenergie auf und gibt sie über das Wetter wieder ab. Da nun viel mehr Energie da ist, werden auch die Unwetter immer stärker. Die Folgen sind bekannt.

Die erste Frage wird mit Ja beantwortet: wir müssen uns ändern.

Wenn wir wollen, können wir das auch, sagt Gore. Alle Daten über das Wachstum des Sektors Erneuerbare Energie sprechen dafür: Wind- und Sonnenenergie wachsen weltweit gesehen um mindestens den Faktor 14 schneller als noch vor ein paar Jahren prognostiziert. Mit der Green Tea Party hat sogar der konservativste Teil der US-Republikaner laute Befürworter, da erneuerbarer Energien ökonomisch Sinn machen und die Netzparität inzwischen gegeben ist. “This is the biggest new business opportunity in the history of the world.”, sagt Gore.

Der problematischste Bereich bleibt das Wollen; Aber auch hier ist Al Gore zuversichtlich gestimmt. Die COP21 in Paris und das daraus entstandene Abkommen war ein großer Schritt in die notwendige Richtung. Auch, dass Forscher zunehmend die wirtschaftlichen Probleme ausmachen, in die die Ölindustrie kommen wird; es wird inzwischen geschätzt, dass von den vorhandenen und eingepreisten Reserven Öl im Wert von 22 Billionen US-Dollar nicht länger verbrannt werden kann. Diese Reserven wären, wird das anerkannt, mit einem Schlag wertlos.

Wir sind auf einem guten Weg, das Ziel zu erreichen: die Energieversorgung der Menschheit erneuerbar zu gestalten.

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