Ich kann eigentlich gar nicht glauben, dass ich hier noch nie über meine geliebten Datteln geschrieben habe! Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch unglaublich lecker und sind für…

Ich kann eigentlich gar nicht glauben, dass ich hier noch nie über meine geliebten Datteln geschrieben habe! Sie sind nicht nur gesund, sie schmecken auch unglaublich lecker und sind für mich in den letzten Jahren zum gesunden Süßigkeitenersatz geworden. Früher war der Genuss sonnengereifter Datteln noch der Königsfamilie in Marokko vorbehalten. Die „Frucht des Wohlstandes“ hat diesen Ruf aber nun glücklicherweise überwunden und kann auch von unsereiner genossen werden!

Datteln weisen den höchsten Energie- und Rohfasergehalt unter allen Obstsorten auf. Sie sind wahre Nährstoffbomben und reich an Vitaminen wie A und B1 (beruhigt die Nerven und senkt den Blutdruck), und Mineralstoffen wie Kalium (doppelt so viel wie Bananen, nämlich ca. 670mg auf 100g), Kalzium, Phosphor, Eisen und Zink. Durch die oxidationshemmende Wirkung vom enthaltenen Lycopin und B-Carotin wird die Bildung von LDL-Cholesterin (dem „schlechten“) im Blut vermindert. Sie minimieren so das Risiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtem Blutzuckerspiegel und Osteoporose. Außerdem enthalten sie die Aminosäure Tryptophan, aus welcher im Körper das Hormon Melatonin entsteht. Es ist wichtig für den Schlaf-Wach-Rhythmus, angeblich helfen abends ein paar Datteln bei Einschlafproblemen (hab ich aber noch nicht ausprobiert). Die kleinen Palmfrüchte haben einen hohen Fruchtzuckergehalt, dafür fast kein Fett, spenden rasch Energie, gleichen Mineralstoffverluste aus und sind leicht verdaulich – der perfekte Snack, nicht nur für Sportler.

Weltweit gibt es über 1500 Sorten. In unseren Breiten sind am bekanntesten die Deglet Nour, Berber und Medjool, und das vor allem halbtrocken oder trocken. Getrocknete Datteln sind bei richtiger Lagerung (kühl, trocken und dunkel) jahrelang haltbar (durch das Ruhen wird das Fleisch jedoch gerne hart, daher sind konventionelle Produkte oft mit Glukosesirup behandelt. Naturbelassene Früchte werden wieder weich, wenn man sie in einem Sieb über Wasserdampf hängt) Frische Datteln findet man bei uns eher selten, wenn dann auf Märkten von Oktober bis Januar.

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In den ursprünglichen Anbauländern gehören Datteln zu den Grundnahrungsmitteln und das Fastenbrechen während des Ramadans wird traditionell mit den Palmfrüchten eröffnet. Sehr stärkehaltige Sorten werden gepresst und wie Brot gegessen. Datteln eignen sich aber auch für die Produktion von Sirup, Mehl, Wein, Essig, Paste, Schnaps und Eis. Die Kerne können als Kaffeeersatz verwendet werden oder zur Gewinnung von Öl. Doch nicht nur als Nascherei oder Süßspeise eignet sich die Dattel, in der orientalischen Küche werden sie auch in pikanten Speisen genutzt. Man kann sie also quasi als die „eierlegende Wollmilchsau“ des Orients bezeichnen.

Auch bei Datteln sollte man (wie immer) auf die Qualität achten. Bei Bio-Datteln wird nicht mit Gas gegen Schädlinge angekämpft, sondern mit Wasserdampf, Tiefkühlung oder Netzen.

Mein liebstes Rezept mit den süßen Früchten: 130g Medjool Datteln mit 70g Cashewkernen und 60g ungesüßtem Kakaopulver in eine Küchenmaschine geben und gut zerkleinern lassen, bis sich eine klebrige Masse bildet. Aus dieser mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen und kühl stellen. Kann man super vorbereiten und hat so immer einen gesunden Snack zur Hand!

Quellen:
Oliv – November Dezember 2014
http://www.apotheken-umschau.de/Dattel
http://www.womenshealth.de/health/symptome-krankheiten/8-lebensmittel-an-denen-sie-nicht-vorbeikommen.995.htm
http://www.oeko-fair.de/clever-konsumieren/essen-trinken/datteln2/datteln-in-der-kueche/datteln-einlagern/datteln-richtig-lagern

Bilder/Fotograf: Ulrike Göbl

 Ulrike Göbl, MA

Die nebenberufliche Fitness- und Ernährungstrainerin beschäftigt sich schon seit ihrer Jugend mit gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen. 2010 begann die begeisterte Hobbyköchin ihren Foodblog „Fit & Glücklich“. Dort vereint sie ihre Liebe zu gutem Essen und Sport mit dem Versuch, die Balance im Leben zu finden. Seit 2012 vernetzt sie mit einer Kollegin auch noch die Österreichischen Foodblogger auf einer eigenen Plattform.

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