Fotocredit: Pixabay/AS_Appendorf
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Seit der Krise sind online Workshops, Ausbildungen, Kurse und Yoga gar nicht mehr wegzudenken. Viele haben die Zeit genutzt, um ihr Business zu digitalisieren. Doch bringen uns die Kurse, Trainings und Co. zum Thema Mindfulness wirklich weiter?

In wenigen Schritten per Interner zur Erleuchtung. Klingt doch irgendwie absurd oder? Ist es eigentlich gar nicht, wenn man bei der Suche nach Achtsamkeit auf Knopfdruck ein paar grundlegende Regeln beachtet. 

Beim Yoga heißt es, dass wir uns auf den 8-gliedrigen Pfad zur Erleuchtung begeben sollten. Dazu ist es notwendig zu reflektieren wie man mit sich selbst und seiner Umwelt umgeht, Asanas praktizieren, dabei den Atem üben und die Sinne zurück ziehen. Dazu noch sich konzentrieren, meditieren um so eben am Ende zur Erleuchtung zu finden. All das lässt sich auch wirklich sehr einfach in der Onlinewelt praktizieren. 

DIE REGELN FÜR DEINEN DIGITALEN “ROAD TO OM”

Fotocredit: Pixabay/geralt
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1- DIGITALE COACHINGS

Wenn man auf der Suche nach Wachstum und Veränderung ist, ein besseres und höheres Selbst werden will, dann ist ein Coaching der erste Schritt. Ist per se richtig, aber hier ist Vorsicht geboten. Die Bezeichnung “Coach” ist nicht geschützt. Sich selbst als “Coach” zu bezeichnen geht also sehr leicht von der Hand. Auf Facebook, Instagram und Co. ist man da schnell mal selbst ernannter Coach. Ein Seminar am Wochenende besucht und zack, am Montag geht das erste Coaching los. 

Das soll nun nicht heißen, dass Online Coaching an sich weniger professionell ist, als live Coachings. Es hängt eher von der Ausbildung des Coaches ab. Hier solltest du dich im Vorfeld gut informieren und dir dann überlegen, ob die Person zu deinen Zielen in deinem spezifischen Lebensbereich passt. Online Coaching kann durchaus intensiver und auch tiefer gehend sein. Man sieht sich die ganze Zeit über direkt in die Augen und vielen fällt es sogar leichter sich hier zu öffnen. 

Folgende Kriterien solltest du beachten, bevor du ein online Coaching buchst: 

  • Der Preis –  Ein seriöses Choaching kann schon 100-150 Euro kosten. Bietet dir jemand 60 Minuten um 40 Euro an, solltest du eventuell hier schon stutzig werden. 
    Oft wird ein kostenloses Erstgespräch angeboten, was auch auf die Qualität hinweisen kann. 
  • Die Ausbildung – informiere dich über den Coach, sieh dir an wo er/sie die Ausbildung absolviert hat.
  • Der Hintergrund – schau dir an, was dein Coach noch alles anbietet und wie sein/ihr Internetauftritt aussieht. 
Fotocredit: Pixabay/StockSnap
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2- ONLINE YOGA 

Oder sollte ich sagen OMMMMMline Yoga? 
Die Vorteile von Online Yoga liegen ganz klar auf der Hand: für die Morgenklasse um 7 Uhr muss ich nicht mehr um 5.30 Uhr aufstehen. Ich kann mich einfach um 6.59 Uhr aus meinem Bett direkt auf die Yogamatte rollen. Nicht nur das, ich kann meine Praxis genau dort verfolgen, wo es mir im Moment gut passt und das auch spontan. 

Es braucht dazu keine Extras, eine Matte reicht aus. Auch für die Lehrer Seite braucht es nicht viel mehr als einen Laptop und einen Space, in dem ausreichend Platz zum Praktizieren und Filmen ist. Doch genau das ist auch direkt die andere Seite der Medaille. Jede/r kann Yogakurse online anbieten und der Markt wächst und wächst. Das nicht nur im Inland, denn online Yoga ermöglicht es einem sogar schnell mal via www nach Bali zu reisen und dort eine Stunde in der live-Übertragung zu besuchen. 

Auch hier kann ich dir nur raten: informiere dich vorab. Besonders, wenn du Beginner bist, hör dich zuerst um, bevor du den ersten x-Beliebigen Kurs buchst. Yoga sollte einen Mehrwert für Körper, Geist und Seele haben und nicht aus einer Abfolge Instagram-Fancy-Posen ohne Ziel bestehen.

Fotocredit: Pixabay/lograstudio
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3- MEDITATION AUF KNOPFDRUCK 

Für eine Meditation wird es angeraten alle Ablenkungen von außen beiseite zu schieben – zuerst wird empfohlen Handy und Computer abzuschalten. Wie soll es also klappen online zu meditieren? 

Mit Meditation zu beginnen kann eine Herausforderung sein. Wenn du noch nie vorher meditiert hast, kann es schier unmöglich erscheinen sich einfach hinzusetzen und in der Stille mit sich selbst zu sein. Hier kann es sehr hilfreich sein einen “Guide” an der Hand zu haben. Dieser Guide kann also auch gut und gerne das Smartphone sein. 

Es gibt zahlreiche Apps, die beim Meditieren anleiten aber auch live Stunden werden – wie Yoga – mittlerweile angeboten. 
Was hier sehr wichtig ist: wenn du traumatische Erlebnisse hinter dir hast oder unter diagnostizierten Krankheiten leidest, dann ist es nicht ratsam einfach für dich selbst mit geführten Meditationen zu starten. Hier kann es gut helfen, wenn du dir eine maßgeschneiderte Meditation von einer/einem MeditationsleiterIn anfertigen lässt.

Online zu praktizieren kann auch ein Vorteil sein für diejenigen, die schon immer Yoga oder Meditation ausprobieren wollten, sich aber bisher – aus welchem Grund auch immer – nicht getraut haben ein Studio zu besuchen. Solange du hier achtsam mit dir selbst und mit deiner Wahl an TrainerInnen bleibst, stehen dir alle Türen offen.