Für das Klima sind die Tausenden von unnötigen Transportkilometern ein Wahnsinn. Jeanhosen z.B. sind Weltenbummler vom Feinsten. Bis sie in unseren Regalen landen, haben sie in der Regel eine sehr lange Reise hinter sich.

Baumwolle wächst nur in warmen Ländern, verarbeitet wird sie aber dort, wo die Arbeitskräfte am billigsten sind. Gekauft werden Jeans wiederum in den reichen Industrieländern. Haben Sie schon mal daran gedacht, welchen Weg die Produktion einer ganz einfachen Jeans durchläuft? Ein langer Weg…

Die vielen Stationen der Jeans

  • Um die Reisestationen einer Jeans zu verfolgen, müssen wir zum Beispiel in Kasachstan anfangen. Hier wächst die Baumwolle auf großen Plantagen. Sie wird geerntet und weiter in die Türkei versandt.
  • In der Türkei wird die Baumwolle in Spinnereien zu Garn gesponnen und anschließend geht es weiter nach Taiwan.
  • In Taiwan wird aus diesem Baumwollgarn in den Webereien der Jeansstoff hergestellt.
  • Die chemische Indigofarbe (blau) zum Einfärben des Jeansstoffes wird in Polen produziert.
  • Das Garn aus der Türkei bzw. der Jeansstoff aus Taiwan werden in Tunesien mit der Indigofarbe aus Polen eingefärbt. Das gefärbte Garn und der gefärbte Stoff reisen weiter nach Bulgarien.
  • In Bulgarien wird der fertige Jeansstoff veredelt, d. h. weich und knitterarm gemacht und weiter nach China geschickt.
  • In China wird die Jeans nun endlich genäht. Knöpfe und Nieten kommen aus Italien, der Futterstoff aus der Schweiz. Die fertig genähte Jeans wird nach Frankreich geschickt.
  • In Frankreich bekommt die Jeans ihren letzten Schliff. Den beliebten „Stone-Washed-Effekt“ erhält sie z.B. durch Waschen mit Bimstein aus Griechenland.
Jetzt ist sie endlich bereit für den Verkauf!

Die Jeans hat an die 60.000 km hinter sich, 8.000 Liter Wasser verbraucht und den größten Profit machen am Ende doch nur die, die am Ende das Markenetikett einnähen und die Jeans verkaufen.
Hier ein sehr anschauliches Video dazu: http://www.youtube.com/watch?v=sPVZxCZwDK4
Quelle und Bildrecht: HfG Schwäbisch Gmünd, Audiovisuelle Gestaltung, Marie-Louise Hamprecht

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