Hagebutten sammeln in der Stadt / Fotocredit: Pia Minixhofer
Hagebutten sammeln in der Stadt / Fotocredit: Pia Minixhofer
Mit mundraub.org auf der Suche nach Obst und Nüssen in der Stadt.

Die Blätter verfärben sich, die Luft wird kühler und die Obst- und Nussbäume sind voller reifer Früchte. Auf den Märkten quillen die Obststände über und es stellt sich dir Frage: Kann man auch in der Stadt ohne eigenem Garten auch Obst ernten?

Die Antwort ist ganz klar: ja, man kann. Dank mundraub.org funktioniert die eigene Ernte sogar ganz einfach.

 

Äpfel pflücken: mit dem Rad zum Fundort / Fotocredit: Pia Minixhofer
Äpfel pflücken: mit dem Rad zum Fundort / Fotocredit: Pia Minixhofer

 

Was ist mundraub.org?

mundraub.org ist eine Plattform, die von allen genutzt werden kann, die Obst im öffentlichen Raum entdecken wollen und diesen gemeinsam gestalten wollen. Die Vision von mundraub.org ist „eine Gesellschaft, die ein nachhaltiges und gemeinschaftliches Verständnis für die Bedeutung der essbaren Landschaft hat.“

Es geht nicht darum sich ohne Rücksicht auf andere zu bereichern, sondern gemeinsam dafür zu sorgen, dass wir alle möglichst lange Freude an den Obstbäumen und -sträuchern haben. Die Nutzerinnen und Nutzer teilen die Fundorte, organisieren gemeinsame Ernte- oder auch Pflanztage und tauschen sich online und offline aus.

Seit der Gründung im Jahr 2009 haben sich um die 76.000 User registriert und es wurden über 55.000 Fundorte eingetragen. Die Plattform wächst stetig und fördert das Verständnis von Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel.

 

Frische Feigen reif zum Ernten / Fotocredit: Pia Minixhofer
Frische Feigen reif zum Ernten / Fotocredit: Pia Minixhofer

 

Spielregeln.

Eigentumsrechte beachten. Ganz wichtig, um die Plattform zu erhalten und sich nicht selbst strafbar zu machen, ist die rechtliche Lage der Eigentumsrechte vorab zu klären. Niemand hat es gerne, wenn der eigene Garten plötzlich abgeerntet wird. Daher bitte vorab bei den zuständigen Behörden nachfragen, ob der Baum auf öffentlichem Grund steht.

Behutsamer Umgang mit den Fundorten. Die Idee hinter mundraub.org ist es Menschen und Obstbäume zusammenzubringen. Dabei geht es allerdings nur um den Eigengebrauch und keine gewerbsmäßige Ernte. Bitte immer nur so viel nehmen, wie man selbst auch verbrauchen kann und anderen Menschen und Tieren etwas übrig lassen. Dasselbe gilt für die Erntetechnik: aufpassen, dass man keien Äste abbricht oder die Rinde verletzt, um dem Obstbaum ein langes Leben zu ermöglichen.

Sharing is caring. Nicht nur die Bäume kann man auf der Plattform teilen, auch den Erntezeitpunkt kann man gerne mitteilen. Wer gerade einen reifen Baum entdeckt hat, kann diesen gerne für die gesamte mundraub.org-Community bekannt geben. Nur so lebt diese Plattform.

Bäume pflegen & hegen. Wer sichergehen will, dass die Ernte auch über Jahre möglich ist, kann sich dafür einsetzen, dass die Bäume auch gut gepflegt werden. Aber bitte nicht einfach selbst den Baumschnitt übernehmen, sondern vorab mit der zuständigen Behörde abklären.

 

Die eingezeichneten Fundorte.

Die Fundorte sind je nach Baumart eingetragen und können daher ganz einfach gefiltert und gefunden werden. Je nach Saison kann man daher immer nach den passenden Bäumen suchen. Zusätzlich gibt es noch einen Steckbrief zur Obstart und eventuell andere sachdienliche Hinweise.

 

Ein Ausschnitt der Karte auf mundraub.org / Fotocredit: mundraub.org
Ein Ausschnitt der Karte auf mundraub.org / Fotocredit: mundraub.org

 

Die Karten sind nicht auf den Meter genau. Das bedeutet, ein bisschen Hintergrundwissen wie denn so ein Haselnussstrauch aussehen soll, ist ratsam. Sonst kann es vorkommen, dass man direkt an einem Fundort steht und weit und breit nichts zum Ernten findet.

Die Nutzerinnen und Nutzer schreiben oftmals genauere Wegbeschreibungen zu den Fundorten dazu, um die Suche zu erleichtern.

Fröhliches Ernten!

 

Quelle: mundraub.org

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