Nachhaltigkeitszertifikate auf Lebensmitteln sind nichts Neues mehr. Dass aber auch Veranstaltungen für ihren Beitrag zur Umwelt eine Art Nachhaltigkeitssiegel erwerben können, wissen die wenigsten. Green Events Austria nennt sich die…

Nachhaltigkeitszertifikate auf Lebensmitteln sind nichts Neues mehr. Dass aber auch Veranstaltungen für ihren Beitrag zur Umwelt eine Art Nachhaltigkeitssiegel erwerben können, wissen die wenigsten. Green Events Austria nennt sich die vom Lebensministerium in Kooperation mit dem Österreichischen Ökologieinstitut gestartete Initiative, die auf die österreichische EU-Präsidentschaft 2006 zurück geht.

Speziell angesprochen werden soll die MICE-Branche: Meeting, Incentive, Congress, Event. Denn gerade solche Veranstaltungen sollten ressourcenschonend arbeiten – sprich auf die Art der Anreise, die Verpflegung, die richtig zertifizierte Unterbringung oder die Herkunft der Merchandise Materialien oder Give Aways achten.

Immer mehr VeranstalterInnen legen Wert auf die Einhaltung der vom Lebensministerium erstellten Standards. Sie definieren den gesamten Organisationsablauf eines Events unter Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten und legen fest, was ein so genannter Green Event alles leisten muss. Es wurden zehn Themenbereiche festgelegt, von denen jeder einzelne in einem 99-seitigen Papier genauer ausgeführt wird: Abfallmanagement, Beschaffung, Energie und Klima, Mobilität, Lebensmittel, Wasser, Hotellerie/Konferenzorte, Rahmenveranstaltungen, Dokumentation und Kommunikation, Gastgeschenke und um nicht nur den ökologischen, sondern auch den nachhaltigen Aspekt einzubringen noch die Bereiche Gender Mainstreaming und Barrierefreiheit.

Geachtet wird in allen Punkten auf kurze Transportwege und  Entfernungen bei der Anreise, biologische bzw. fair gehandelte Lebensmittel, Abfallvermeidung, möglichst niedriger Energie- und Wasserverbrauch, Verwendung nachhaltig hergestellter Arbeitsmittel bzw. Gastgeschenke und regionale Wertschöpfung jeglicher Art. Gender Mainstreaming soll selbstverständlich sein und die Bedürfnisse behinderter Personen verstärkt berücksichtigt werden – also soziale Verantwortung gelebt werden. Und nicht nur die Umwelt profitiert von den Maßnahmen, auch die VeranstalterInnen sparen so Kosten und haben einen zusätzlichen Imagegewinn.

Beispiele solcher nachhaltig organisierter Events gibt es in Österreich schon einige. „Umwelt am Ball“ hieß es 2008 bei der Fußball-Europameisterschaft und machte die Veranstaltung zur ersten Fußball-Großveranstaltung mit Nachhaltigkeitskonzept. „Green Meeting Alpbach 2009“ wurde zu einem der Prinzipien des jährlichen Europäischen Forums Alpbach, der auf Dauer etabliert werden soll. 2013 soll die Ski-Weltmeisterschaft in Schladming ebenfalls nach den Leitlinien des Lebensministeriums organisiert werden und als erste klimaneutrale Wintersport-Großveranstaltung einen Meilenstein setzen.

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