Die Mittagspause ist zu kurz für schlechtes Essen.

Sarah Krobath liebt gutes Essen und hat ein Faible für biologische Ernährung. Auf Ihrem Blog “Sarah Satt” postet die Werbetexterin köstliche Bio-Rezepte – ideal für die Mittagspause – welche ohne großen Zeitaufwand nachzukochen sind. Mit großem Erfolg – der Blog wurde 2012 unter den Top 10 der Food Bog Awards gewählt. Um ihre Kenntnisse in diesem Bereich noch zu vertiefen absolvierte sie ein Masterstudium in Foodculture & Communications an der von der Slow-Food  initiierten Universität der Gastronomischen Wissenschaften im Piemont, Italien.

Was war der Grund einen eigenen Food-Blog zu starten? Gab es hierzu einen persönlichen Anlass?

Ich wollte mir neben meinem Brotberuf als Werbetexterin eine Plattform schaffen, wo ich schreiben kann, was ich möchte – Texte, die sowohl den Appetit als auch zum Nachdenken anregen. Dass ich mich später auf Lebensmittel-Kommunikation spezialisiere, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplant.

 

Wie oft kochen Sie selbst in einer normalen Arbeitswoche? Jeden Tag oder bestellen Sie auch ab und zu bzw. gehen zu Mittag in die Kantine essen?

Unter der Woche koche ich zumindest zweimal täglich und starte gerne mit einem warmen Frühstück in den Tag. Selbstgekochtes ziehe ich jedem Kantinenessen vor, schon alleine weil ich so weiß, was drin ist. Deshalb habe ich in der Agentur die Bio-Mittagspause gestartet, mit Rezepten, die sich in maximal 15 Minuten in jeder Büroküche zubereiten lassen – schneller als per Lieferservice oder vom Imbiss ums Eck. Die Mittagspause ist zu kurz für schlechtes Essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Zutaten sollte man immer zu Hause gelagert haben?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne Zwiebeln, Knoblauch und einem guten extra nativen Olivenöl geht Kochen für mich nicht. Ganz wichtig finde ich auch eine bunte Auswahl an Gewürzen – Geschmack ist Erfahrungssache und wer ständig zu Fertiggerichten mit künstlichen Aromen greift, der verlernt Zutaten aus Gerichten herauszuschmecken. Ordentliches Brot und Steirisches Kürbiskernöl sind bei mir Stammgäste und waren sogar beim Auslandsstudium dabei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer mehr Menschen neigen unter der Arbeitswoche zum „Snacking“. Wie denken Sie über diese Entwicklung und was ist hier Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung für die Slow-Food Bewegung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während meinem Jahr in Italien gehörten ausgedehnte Mahlzeiten in großer Runde zur Tagesordnung, aber das ist freilich nicht für jeden praktikabel. Die Frage ist, was und wie man snackt. Ein Obstsalat, den man mit den Kollegen in der Küche löffelt, ist allemal besser als ein Weckerl vor dem Bildschirm. Die große Herausforderung ist, einen Bezug zu den Lebensmitteln herzustellen. Oberflächlich spielt Essen in vielen Köpfen eine Rolle – von der aktuellen Trend-Diät, über eine selbstdiagnostizierte Intoleranz bis hin zum Markenprodukt als Status-Symbol – am Tiefgang hapert es. Gute, saubere und faire Lebensmittel nur zu predigen, bringt uns nicht weiter, das Interesse kommt beim Essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss: Welches Rezept würden Sie für den Winter als ideales Mittagsessen im stressigen Büroalltag empfehlen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eintöpfe und Suppen wie z.B. eine Polenta-Lauch-Suppe – dafür braucht es keine voll ausgestattete Büroküche, lediglich ein Messer, einen Topf und gute Zutaten. Im Fall von Überstunden lassen sich beide auch ausgezeichnet aufwärmen.

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