Fotocredit: Pixabay/congerdesign
Fotocredit: Pixabay/congerdesign
Ein altes Sprichwort sagt „Wer feiert muss auch fasten“. Nach wie vor erlebt die Fastenzeit immer wieder einen Aufschwung. Im Moment sogar mehr denn je.

Die Fastenzeit ist traditionell der Zeitpunkt, an dem Körper und Seele etwas Gutes getan wird. Bereits im Mittelalter wurde Fasten hoch gehalten, beispielsweise von der berühmten Klosterfrau Hildegard von Bingen. 

Nach einer opulenteren Zeit wie Fasching, Weihnachten oder auch jedem anderen Anlass, den man sich selbst setzt, ist der Körper oft mehr als bereit für ein Reset, eine Reduktion auf das einfache Leben und einfache Kost. Doch nicht nur der Körper, auch Geist und Seele sehnen sich in dieser Zeit nach Ruhe. Die traditionelle Fastenzeit um Ostern von 40 Tagen ist für die meisten von uns aber nicht sehr praktikabel. Hier ist es sinnvoll sich eine Sache auszusuchen, auf die man in der Zeit verzichtet. 

Fotocredit: Pixabay/StockSnap
Fotocredit: Pixabay/StockSnap

Ein Heilfasten von 7-10 Tagen lässt sich da schon einfacher in den Alltag einbauen und auch halten. Schon im Mittelalter empfiehlt die heilkundige Hildegard von Bingen regelmäßiges Fasten einzuhalten. 

WIESO FASTEN? 

Eine ausgewogene Ernährung und zwischendurch immer wieder Fastenzeiten sind für Hildegard von Bingen der Schlüssel, um die Abwehrkräfte zu mobilisieren und zahlreichen Krankheiten vorzubeugen. Außerdem hat sich auch in anderen Fastenkuren gezeigt, dass unser Organismus nach einer Zeit des Nahrungsentzugs die Nährstoffe aus den Lebensmitteln wieder viel besser aufnehmen und verwerten kann. 

WIE FASTEN? 

Fasten ist nicht gleich fasten. Es muss nicht automatisch heißen, dass gar nichts gegessen wird. Es gibt beispielsweise Suppenfasten, auch Saftkuren und viele weitere Arten. Gar keine Nahrung zuzuführen und nur Tee bzw. stilles Wasser zu trinken, ist nicht die einzige Möglichkeit, um deinem Organismus eine Auszeit zu gönnen. 

Allem voran, unterstützt ein Essig eine gute Fastenkur. Essig hat eine besondere Wirkung auf die Bakterienflora in unserem Darm. Täglich morgens mit Wasser verdünnt auf nüchternen Magen getrunken, lässt sich der Essig gut vertragen, liefert viele wertvolle Inhaltsstoffe und bringt deinen Stoffwechsel auf Touren. Wichtig dabei ist natürlich auf gute Qualität zu achten und nicht den billigen 5L Essig im Kanister zu verwenden. 

Fotocredit: Pixabay/NickyGirly
Fotocredit: Pixabay/NickyGirly

Während einer Fastenzeit sollte dann auch darauf geachtet werden, gar kein oder nur sehr wenig Fleisch zu konsumieren; dafür sollte viel basisches Gemüse, Obst und Kräuter auf dem Speiseplan stehen. Zusätzlich unterstützend wirken Gemüsetees und Salate aus Bitterkräutern (z.B. Löwenzahn oder Rucola). Besonders wichtig ist es aber immer, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zugeführt wird. 

Vorbereitend auf eine Fastenkur sollte man nicht von heute auf morgen einfach aufhören zu essen. Entlastungstage sind das Zauberwort, sie helfen dir dabei den Körper Stück für Stück an die wenigere Zufuhr von Nahrung zu gewöhnen, ohne ihn direkt zu schockieren. Auch eine Reinigung des Darms mit beispielsweise Bittersalz oder einer Mischung aus Leinsamen und Heilerde ist eine sehr gute Idee, um dich vorzubereiten. 

Wenn du noch gar keine Erfahrung mit Fasten hast, bietet es sich auch an eine angeleitete Kur zu machen und nicht auf eigene Faust darauf loszulegen. Klein beginnen, ein paar Tage in Angriff nehmen und vielleicht dann im Laufe des Jahres etwas ausdehnen. Eine Fastenkur, egal wie lange tut jedenfalls der Gesamtheit deines Organismus einen großen Gefallen.