Es wurde Licht im ausgehenden 19. Jahrhundert – und wie. Wenige Jahrzehnte danach war es in den Metropolen der industrialisierten Welt sogar schon so hell, dass kulturpessimistische Philosophen über eine…

Es wurde Licht im ausgehenden 19. Jahrhundert – und wie. Wenige Jahrzehnte danach war es in den Metropolen der industrialisierten Welt sogar schon so hell, dass kulturpessimistische Philosophen über eine Reizüberflutung durch Leuchtreklamen klagten. Was war passiert? Die Gaslaterne war endgültig der Glühbirne gewichen.

Elektrisches Licht für alle Menschen nutzbar machen zu können war eines der großen Ziele des 19. Jahrhunderts. Es entwickelte sich ein regelrechter Wettlauf um die kommerzielle Nutzung einer erfolgversprechenden Technologie. Das Rennen sollte schlussendlich Thomas Alva Edison machen, der seitdem als Gründervater der Glühbirne angesehen wird.

Ansätze zur Erfindung der Glühbirne gab es aber mehrere. Im Jahr 1802 hatte der englische Chemiker Sir Humphry Davy zwei Drähte miteinander in Verbindung gebracht, einer war mit einem kleinen Kohlestreifen, der andere mit einer Batterie verbunden. Es war die Grundlage für weitere Forschungen zum elektrischen Licht. 1820 erfand Warner de la Rue die erste Glühbirne, indem er mit  einem Platinfaden unter einer Glasglocke Licht herstellte. Aufgrund der hohen Preise von Platin war diese Konstruktion allerdings nicht gewinnversprechend.

Schlussendlich war es der britische Physiker James Prescott Joules, der dahinterkam, dass Wärme (und damit Licht) proportional dem Produkt aus dem Quadrat der Stromstärke und dem Widerstand des Stromkreises ist. Danach ging es darum die richtigen Materialien, also günstige praktische und kommerziell produzierbare Materialien zu finden. Im Jahr 1840 entwickelte der Brite Joseph Winson Swan die erste funktionierende Glühbirne, indem er mit karbonisierten Papierstreifen in einem teilweisen Vakuum Licht erzeugen konnte.

Allerdings konnte diese Glühbirne nur schwaches Licht erzeugen und musste nahe an der Stromquelle platziert werden. Edison benutzte Glühfäden aus Bambus und kombinierte diese mit eine Vakkumpumpe. Im Jahr 1880 konnte diese Glühbirne 1200 Stunden Licht abgeben. Ein Detail für die praktische Anwendung der Glühlampe war die Entwicklung der Lampenfassung. Edisons Lösung mit Schraubgewinde ermöglichte jedem Nutzer das einfache und gefahrlose Wechseln der Glühlampe ohne Kosten für die Inanspruchnahme von Fachleuten. Es war der Moment, in dem es Licht wurde.

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