Würden Männer in Deutschland die Ernährungsmuster von Frauen übernehmen, könnten 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60.000 Tonnen Ammoniak eingespart werden. Zudem würde eine Fläche von 15.000 Quadratkilometern frei werden. Dies…

Würden Männer in Deutschland die Ernährungsmuster von Frauen übernehmen, könnten 15 Millionen Tonnen Treibhausgase und 60.000 Tonnen Ammoniak eingespart werden. Zudem würde eine Fläche von 15.000 Quadratkilometern frei werden. Dies ergab eine Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Männer essen mehr Fleisch, Frauen verbrauchen mehr Wasser

Um ihre Ernährungsgewohnheiten den Frauen anzupassen, müssten Männer ihren Fleisch- und Wurstkonsum um die Hälfte reduzieren, weniger Butter essen und dafür mehr Obst und Gemüse verzehren. Denn tierische Produkte sind in der Produktion wesentlich umweltintensiver. So verursacht die männliche Ernährungsweise 25 Prozent mehr CO2, 30 Prozent mehr Ammoniak und 24 Prozent mehr Flächenverbrauch.

In Deutschland liegt der Anteil der Ernährung am Treibhauseffekt bei etwa 20 Prozent. Die Ammoniakemission wird zu 95 Prozent durch die Nahrungsmittelproduktion verursacht. Männer essen um fast 30 Prozent mehr Fleisch als Frauen. Dafür essen Frauen 40 Prozent mehr Obst und Gemüse. So führt der weibliche Ernährungsstil allerdings zu einem höheren Wasserverbrauch (um 11 Prozent).

Die Studie wurde in der Zeitschrift „International Journal of Life Cycle Assessment“ veröffentlicht.

Siehe auch: Ernährung: Frauen schützen die Umwelt mehr. Pressemitteilung Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 03. April 2012.

 

Bildnachweis: © birgitH/ Pixelio.de

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