Urban Gardening beschäftigt nicht nur Naturfreunde. Auch Architekten machen sich Gedanken zu Gärten in der Stadt. Die Ausstellung „Hands On Urbanism“ im Architekturzentrum Wien beweist das.

Seien es Gemeinschaftsgärten, einzelne, private Grünoasen: Die Frühjahrsausstellung im Architekturzentrum Wien widmet sich unter dem Titel „Hands-On Urbanism“ einer Ideengeschichte von Landnahmen im urbanen Raum. Historische wie gegenwärtige Fallbeispiele für „Stadtentwicklung von unten“ sind hier versammelt.

Neues Zusammenleben

Siedeln und Nutzgärten führen zu alternativen Formen des Zusammenhalts, der Nachbarschaftlichkeit und der Verteilungsgerechtigkeit. Eine andere Welt ist „pflanzbar“, wie es heute in vielen Gemeinschaftsgärten heißt. Beispiele gibt es genug, ob in Chicago, Leipzig, Wien, Bremen, New York, Paris, Hongkong, Istanbul, Porto Alegre, Havanna oder Quito. Die Ausstellung gibt einen Überblick über selbst organisierte, kollektive, informelle Bewegungen und über die Räume, die dadurch entstehen. „Hands-On Urbanism“ stellt eine andere Geschichte von Urbanität vor, die einige dringliche Fragen an die Verantwortung von Architektur und Stadtplanung – und an den Umgang mit Ressourcen – stellt.

Lernen von Urban Gardeners

Was lässt sich von dieser Stadtgeschichte von unten lernen und wie agieren ArchitektInnen in diesen Prozessen? Wie reagiert die Stadtplanung auf solche Entwicklungen? Das Spektrum reicht von Duldung über verspätete Infrastrukturmaßnahmen bis zu behördlich unterstützenden Maßnahmen oder der Einführung neuer Gesetze und Legalisierung.

Zur Ausstellung gibt es auch ein Buch im Verlag Turia + Kant.

Das Architekturzentrum Wien befindet sich im Museumsquartier, Mo-So 10:00 – 19:00 Uhr.
Kontakt: Telefon +43 (1) 522 31 15 – 30, E-Mail: shop@azw.at

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