Im Windschatten des Bio-Trends ist der Garten wieder hip geworden.

Während noch vor wenigen Jahren der eigene Anbau von Blumen oder Gemüse für Spießertum und Langeweile am Wochenende stand, tauchen nun auch in den Städten Kleinstgärten auf. Wie man es im großen Stil richtig macht, kann im Schulgarten Kagran gelernt werden.

Schulgarten Kagran

Neben der Trasse der U1 in Wien-Donaustadt befindet sich eine für viele unbekannte Gartenanlage mit einer Größe von 60.000 Quadratmetern. Gartenbau und Floristik werden dort im Schulgarten Kagran unterrichtet. Die Anlage ist auch für Besucher offen und bietet mit den fünf Abteilungen Baumschule, Gemüsebau, Glashaus, Landschaft und Stauden einen intensiven Einblick in die möglichen Bereiche des Gartens. Spezielle Führungen informieren über die Entstehung unserer Lebensmittel sowie den Sinn und Nutzen ökologischen Anbaus, Workshops laden zum gemeinsamen garteln ein.

Themengärten

Unterhaltung bieten die Themengärten mit jeweils unterschiedlicher Bepflanzung. So wurde der Monet Garten als impressionistischer Schattengarten nach Vorbild des Gartens von Claude Monet in Giverny angelegt. Im Franz Karl Effenberg Garten sind wiederum Pflanzen aus der gemäßigten Klimazone Ostasiens zu sehen. Einen mittelalterlichen Kräutergarten sowie das Pflanzenwissen von Paracelsus findet man im Hortulus Sanitatis und Signaturgarten.

Gemeinschaftsgärten in der Stadt

Der Garten als Ort der Begegnung und Gemeinschaft wird auch in kleineren Formaten umgesetzt. Unter dem Motto „gemeinsam garteln verbindet“ fördert die Stadt Wien seit 2010 aktiv Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten. Viele Projekte wurden bereits umgesetzt, etliche sind gerade im Entstehen. Immer öfter wollen Stadtbewohner selbstbestimmt, aber gemeinschaftlich anbauen. Im Sinne des Urban Farming entstehen an vielen städtischen Orten kleine Gärten, so wie der Krongarten in Wien-Margareten oder der Gemeinschaftsgarten am Donaukanal. Es wird grüner in der Stadt!

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