Hast du dich schon einmal gefragt, wie eigentlich Hochspannungsleitungen inspiziert werden Fotocredit: © Walter Bichler/Pixabay
Hast du dich schon einmal gefragt, wie eigentlich Hochspannungsleitungen inspiziert werden Fotocredit: © Walter Bichler/Pixabay
In Deutschland wurde gerade ein Testprojekt zu neuartigen Inspektionsmöglichkeiten von Hochspannungsleitungen abgeschlossen. Das Ergebnis: Mit Drohnen und entsprechender Software können schnellere Inspektionslösungen entwickelt und Schäden rascher erkannt werden.

Jeder weiß, wie sie aussehen: Hochspannungsfreileitungen. Sie dienen dazu, Strom mit möglichst geringen Leitungsverlusten über große Strecken zu transportieren. Aus diesem Grund findet man sie manchmal auch in besonders abgelegenen Gegenden. Und selbstverständlich müssen sie wie alle anderen Technologien gewartet sowie inspiziert werden. Aber hast du dir schon einmal überlegt, wie man eine solche Inspektion vornimmt, wenn sich die Hochspannungsleitungen beispielsweise in Mooren oder Flüssen oder überhaupt in Bereichen mit zusätzlich hoher Vegetation befinden? Tatsächlich bedeutet das für die Verantwortlichen in manchen Fällen, dass sie mit dem Boot ein Moor durchqueren oder sich ihren Weg durch üppige Vegetation bahnen müssen, bevor sie mit ihrer eigentlichen Inspektionsarbeit beginnen können. „Das muss doch heute einfacher gehen“, haben sich wohl die Betreiber der E.DIS Netz GmbH gedacht. Darum hat die Tochtergesellschaft eines der größten Energiedienstleisters Deutschlands eine neuartige drohnenbasierte Inspektionslösung erprobt. 

Hochspannungsleitungen von Drohnenpiloten überprüft

Um trotz der oben genannten natürlichen Hindernisse möglichst rasch Inspektionsmaßnahmen durchzuführen zu können, aber auch um landwirtschaftliche Flächen so unberührt wie möglich zu lassen, wurde in einem aktuellen Projekt untersucht, wie die Inspektion durch professionelle Drohnenpiloten aussehen könnte. Während normalerweise ein zweiköpfiges Team ausrücken und dabei eine Menge Zeit mitbringen muss, um die Hochspannungsleitungen zu überprüfen, konnten qualifizierte Drohnenpiloten einfach innerhalb nur einer Viertel Stunde die benötigen Daten zuverlässig sammeln. Genau aus diesem Grund sind Inspektionen mit Drohnen prinzipiell heute nichts ganz Neues mehr und werden ebenso von anderen Netzbetreibern eingesetzt. Im Hinblick auf den Projektumfang sieht sich E.DIS selbst jedoch als Vorreiter. 

Schäden an Hochspannungsleitungen schneller erkennen

„Die Anstrengungen, die E.DIS unternommen hat, um die besten Lösungen zu finden, sind beeindruckend. Es kommt selten vor, dass Unternehmen Tests dieser Größenordnung durchführen“, sagt dazu Eduard Vainu. Er ist Head of Operations von Hepta Airborne. Das Technologieunternehmen und einer der führenden Experten digitaler Drohneninspektionen stellte für die umfangreichen Tests die spezialisierte Softwareplattform „uBird“ bereit. Sie ermöglicht, dass aufgrund der gewonnenen Daten Fehler noch schneller erkannt werden können. Insgesamt kommt man zu dem Ergebnis, dass Inspektionszyklen durch die Kombination von Drohnen und entsprechender Software um 250 Prozent schneller abgewickelt werden können. So können Schäden schnell erkannt und behoben werden, was die Garantie der durchgängigen Stromversorgung vereinfacht.

Quelle: emf-portal.org / Fotocredit: © Walter Bichler/Pixabay


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