Das Heizen mit einem Holzofen erfordert normalerweise einiges an Übung und Arbeit. Holz muss in verschiedene Größen gehackt werden und das Anzünden will gelernt sein. All das kann man sich sparen, wenn der Ofen einfach einen ganzen Stamm verbrennt.

Das Erscheinungsbild von Holzöfen ist vertraut, könnte man sagen. Einen neuen Ansatz liefern die niederländischen Designer Michiel Martens und Roel de Boer mit dem Spruce Stove. Bei dem 208 Liter fassenden Ofen wird das traditionelle Türchen mit einem kleinen Griff durch ein Portal in Form einer Irisblende ersetzt, das an den Vorspann eines Bond-Films erinnert.

Hier wird nicht mehr mit Holzsprießeln das Feuer angefacht, um danach kleine Holzscheite zu verbrennen. Vielmehr werden ganze Baumstämme in Wärme verwandelt. Der Ofen produziert so lange Wärme, wie es noch Baumstamm gibt, der also auch als visueller Indikator dient – eine Art von Ladebalken aus Holz.

Ein wenig Arbeit braucht es, die Baumstämme auf den rollbaren Bock zu hieven. Danach kann das Holz Stück für Stück einfach per Hand in den Ofen geschoben werden. Dabei helfen die Sägezähne am Bock, die den Stamm fixieren.

Die Öffnung an der Vorderseite kann wie bei einer Kamera geschlossen werden, so bleibt das Feuer im Ofen und kontrollierbar. Die Flammen schießen einem nicht entgegen, öffnet man die Blende, denn der Luftzug lässt das Feuer nach hinten ziehen. Der Innenraum ist mit feuerfesten Ziegeln ausgestattet, die der Hitze widerstehen und die gespeicherte Energie nach außen abgeben. Jetzt gilt es nur mehr, genügend Platz für den Heizkessel und ein paar Baumstämme im Wohnzimmer zu finden.

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