Schnee… die Idee wird langsam wieder real. Seit Oktober schon muss wieder eingeheizt werden. Gut also, wenn man weiß, wie man es macht, um es schön warm zu haben und dabei doch Ressourcen und Heizkosten zu sparen. Heizen, gewusst wie:

Auch wenn einer hart im Nehmen ist und mit Kälte gut umgehen kann: der Start der Heizsaison lässt sich realistischerweise nicht mehr lange hinauszögern. Doch einerseits schmerzen die Heizkosten umso mehr, je früher der Thermostat hochgedreht wird, und andererseits will man ja auch nicht den Energieverbrauch unnötig in die Höhe schrauben.

Die Lösung: mit ganz einfachen Maßnahmen kann man die Heizkosten senken und das Klima schützen. Man muss nur wissen, wie.

Immer Tipp Nummer 1: richtig lüften

Sparsames Heizen beginnt natürlich – man hört es aus guten Gründen immer wieder und überall – mit dem richtigen Lüften. Wer in der kalten Jahreszeit zu wenig oder falsch lüftet, kann Schimmelbildung begünstigen. Wer falsch lüftet, muss mit hohen Energiekosten rechnen.
Richtig lüften bedeutet Querlüften. Dabei werden mehrmals täglich alle Fenster weit aufgemacht. Bereits nach wenigen Minuten ist die Luft ausgetauscht und die Fenster werden wieder geschlossen. Die Heizung sollte während dieser Zeit idealerweise abgedreht werden. Je kälter und windiger es draußen ist, desto kürzer kann die Lüftungsdauer sein.

Was grundfalsch wäre: Dauerlüften. Ständig gekippte Fenster bedeuten einen Luftaustausch alle zwei Stunden und damit einhergehend: enorme Energieverluste. Mauern und Möbel in Fensternähe kühlen ab. An den kühlen Bauteilen kann Luftfeuchtigkeit kondensieren und zu Schimmelbildung führen.

Heizkörper nicht verstecken

An genau dieser Stelle setzt auch Tipp 2 an. Verbaute oder verdeckte Heizkörper geben weniger Wärme ab, weil Luftzirkulation und Wärmestrahlung beeinträchtigt sind. Selbst so harmlose Barrieren wie lange Vorhänge leiten die Heizwärme direkt ans kalte Fenster und sorgen dafür, dass bares Geld „verheizt“ wird.

Am besten ist es, auf Heizkörperverkleidungen ganz zu verzichten, lange Vorhänge zur Seite zu binden oder ganz einfach auf das Fensterbrett zu legen. Dass Möbel im Winter nicht direkt an der Heizung stehen sollten, versteht sich damit ebenfalls.

Heizkörper entlüften

Wenn die Heizkörper gluckern oder ungleichmäßig warm werden, hilft entlüften: öffnen Sie das Entlüftungsventil an jedem Heizkörper – auf der dem Temperaturregler gegenüberliegenden Seite – bei eingeschalteter Heizung (!) mit einem Entlüftungsschlüssel. Lassen Sie die Luft entweichen, bis ein gleichmäßiger Wasserstrahl fließt. Dann drehen Sie wieder zu. Fertig! Entlüftungsschlüssel gibt es in jedem Baumarkt.

Profi-Tipp: die optimale Raumtemperatur einstellen

Die Räume zu beheizen macht 70 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in vielen Privathaushalten aus. Hier liegt ein riesiges Einsparpotential. Zum Beispiel mit programmierbaren Thermostaten. Solche intelligenten Geräte kosten nur um die 50 Euro und sparen mindestens 10 Prozent der Heizenergie für die Raumtemperatur ein.

In Wohnräumen liegt die Wohlfühl-Temperatur bei 20 bis 22 ° Celsius, in Schlaf- und Abstellräumen kann die Temperatur um zwei Grad darunter liegen, und am Gang noch tiefer. Höhere Temperaturen bedeuten mehr Energieverbrauch. Wer die Raumtemperatur um nur 1 °C senkt, spart rund 6 % Heizenergie! Bei Abwesenheit oder über Nacht lohnt sich also eine Temperaturabsenkung auf 18°C vielfach.

Thermostatventile am Heizkörper sind ebenfalls eine lohnende Investition. Sie regulieren die Temperatur im Raum automatisch. Das Ventil dreht den Heizkörper ab, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist. So können einzelne Räume niedriger temperiert werden als das Wohnzimmer.

Fenster abdichten

Fast genauso schädlich für die Energiebilanz wie gekippte Fenster sind undichte Fenster. Die einfachste Lösung ist das Aufkleben von Dichtungsbändern, die in Baumärkten angeboten werden. Die Bänder sollten jedenfalls genau dimensioniert werden, damit die abgedichteten Fenster noch problemlos schließen können.
Bei Kastenfenstern darf der Außenflügel nicht abgedichtet werden, sonst wird Feuchtigkeit eingeschlossen und zerstört den Fensterstock.

Heizungsrohre dämmen

Nicht nur die Heizkörper selbst strahlen Wärme ab. Auch die Zuleitungen erwärmen ihre Umgebung. Allerdings ist die Wärme in Wohnräumen selbst durchaus erwünscht, in Nebenräumen und in den Steigleitungen aus dem Keller wäre der Einsatz nicht notwendig. Deshalb ist es auch sehr sinnvoll, an allen Stellen, die nicht beheizt werden sollen, gut zu dämmen.

Heizkessel einstellen

Den Heizkessel einzustellen will gelernt sein. Die Vorlauftemperatur sollte so niedrig sein wie möglich. Bei der richtigen Einstellung helfen die Bedienungsanleitung oder der Installateur. Durch regelmäßige Wartung bleibt die Effizienz des Kessels lange erhalten.

Der Energieausweis gibt Auskunft

Wer über den Heizwärmezustand seines eigenen Hauses Bescheid wissen möchte, für den lohnt sich der Energieausweis. Wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Büro verkauft oder vermietet, muss sowieso einen Energieausweis vorlegen. Einsparungspotential gibt es mehr als genug. Über die Hälfte der österreichischen Haushalte lebt in freistehenden Häusern. Durchschnittlich kostet die Energie einen Haushalt monatlich 262 Euro – hauptsächlich sind das Heizenergie und Verkehr.

Sie bekommen Ihren Energieausweis nicht nur bei zertifizieten Fachleuten, sondern zum Beispiel auch im Wien Energie Haus an der Mariahilfer Straße 63 in 1060 Wien.

Bis dahin: Mit Köpfchen heizen und dabei Geld und wertvolle Ressourcen sparen.

1 Kommentar

  1. Jedem Heizer sei gesagt, Biomasseverbrennung bedeutet Verschwendung, dazu gehört auch fossile Biomasse wie Erdöl, Gas und Kohle. wesentlich besserer Solarwirkungsgrad wird mittels Solarabsorber und PV erreicht.
    Solarenergie steckt in der Biomasse nur zu etwa 2%, währendem mittels Solarabsorber wird die Solarenergie mit etwa 80 % Wirkungsgrad eingesammelt! Das ist auch der Grund, warum Biomasse-Kraftwerke zugrunde gehen.

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