Fotocredit: Pixabay/asundermeier
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Wusstest du, dass die Atmung unser wichtigstes und gleichzeitig das einfachste Tool ist, um unser allgemeines Wohlbefinden zu steigern? Wichtig dabei ist, dass du dir deiner Atmung bewusst wirst.

Atmen geht ganz von selbst – genau so selbstverständlich nehmen wir es hin, dass unser Atem ein- und ausströmt. Dich aber darauf zu konzentrieren, deine Zellen mit Sauerstoff – dem wichtigsten Baustein deiner Energie – zu versorgen, kann tief gehende Auswirkungen auf deine geistige und körperliche Gesundheit haben. 

Bewusste Atmung macht Sport effektiver, hilft bei der Stressreduktion und kann wie Meditation auf deinen Organismus wirken. Unsere Atmung ist mit all unseren Körperfunktionen und unserem gesamten Organismus verbunden.  Wichtig ist dabei wie du atmest und, dass du deinen Fokus auch immer wieder darauf bringst. 

MUNDATMUNG VS. NASENATMUNG 

Fotocredit: Pixabay/selenee51
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Unser Körper ist dafür gemacht, durch die Nase zu atmen. Atmung durch den Mund ist eigentlich nur für Situationen, die uns bedrohen, gemacht. Warum? Weil es durch die Mundatmung sehr schwierig ist wirklich in alle Teile unseres Bauches und unserer Lunge zu atmen. Wenn du dir angewöhnst durch den Mund zu atmen, kann das zur Folge haben, dass deine Energie schwindet, du dich weniger und schwerer konzentrieren kannst und auch unter Stimmungsschwankungen leidest. 

Dazu kommt, dass durch eine Atmung rein durch den Mund deine Gesichtsmuskulatur beeinträchtigt sein kann und dein Kiefergelenk steif wird, deine Nebenhöhlen kleiner werden und deine Wangenknochen einsinken. Du siehst, die falsche Atmung kann sich wirklich stark auf deinen gesamten Körper und Organismus auswirken. 

Unsere Nase wirkt zudem auch noch als eine Art Filter und Erwärmer für die Luft, bevor sie in unser System und unsere Lungen gelangt. Durch den Mund ist das nicht möglich.

BEOBACHTE UND TRAINERE DEINEN ATEM 

Beginne damit, deinen Atem bewusst zu beobachten. Schau ihm zu wie er natürlich fließt, ohne ihn beeinflussen zu wollen. Schau ihm einfach mal zu und halte immer wieder in deinem Alltag inne, um das zu tun. Die Bewegung deines Körpers beim Atmen und die Verwendung deines Zwerchfells entgiften deinen Körper. 

Meditation ist die beste Methode, um deine Atmung zu beobachten und zu trainieren damit achtsam umzugehen. Viele Menschen haben aber großen Respekt vor Meditation und können sich nicht vorstellen mehrere Minuten oder sogar eine Stunde in Stille zu sitzen. Keine Sorge, es gibt auch noch andere Möglichkeiten deine Atmung zu trainieren und vielleicht dienen dir diese Übungen als Vorstufe zu einer Meditationspraxis. 

SYMMETRISCHE ATMUNG 

Fotocredit: Pixabay/brenkee
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Die einfachste Möglichkeit dich mehr mit deiner Atmung auseinanderzusetzen und den Vorgang bewusster wahrzunehmen, ist die symmetrische Atmung. Dabei zählst du deine Einatmung und deine Ausatmung und versuchst, dass sie genau gleich lang werden. Optimal ist es, wenn du für 5,5 Sekunden ein- und für 5,5 Sekunden wieder ausatmest. Das sagt zumindest die Statistik, dass es optimal ist. Muss aber nicht heißen, dass es für dich richtig ist. 

Für deine symmetrische Atmung, begib dich in eine angenehme Position, du kannst dich auch hinlegen dazu; wichtig ist nur, dass du dabei nicht einschläfst. Beginn zuerst damit deinen Atem ganz natürlich fließen zu lassen. Wenn du so weit bist, dann beginne deine Atemzüge zu zählen. Es ist dabei nicht wichtig, wie schnell oder langsam du atmest, konzentriere dich nur auf das Zählen und die gleiche Länge. 

Für den Anfang wirst du die Übung vielleicht nur kurz machen. Das ist ganz egal, wie lange du dabei bleibst. Wichtig ist, dass du damit beginnst und du wirst sehen, dass es mit der Zeit einfacher wird und du dich besser darauf konzentrieren kannst. 

DIE WIM HOF METHODE 

Fotocredit: Pixabay/alfcermed
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Wim Hof ist ein niederländischer Extremsportler, der eine spezielle Atemtechnik entwickelt hat, die dabei helfen soll, den Körper und den Geist zu stärken. Durch das bewusste Atmen sollen sowohl Hitze, als auch Kälte besonderes gut ertragen werden. 

Wim sagt, dass durch seine Methode ein bewusster Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem genommen wird, dadurch steuern wir unbewusst unseren Herzschlag und unsere Atmung. 

Wie wird die Wim-Hof-Atmung praktiziert? 

Leg dich bequem auf die Couch oder deine Yogamatte. Komm mal bei dir an und beginn gleichmäßig zu atmen. Wenn du so weit bist, dann atmest du dreißig bis vierzig Mal tief und ohne Pause ein und aus. Anschließend hältst du die Luft an und zwar für eine Minute. Das ganze wiederholst du dann für mindestens 3 Runden. 

Sei bei dieser Methode sehr achtsam mit dir und deinem Körper und hör auf ihn. Es ist nicht sinnvoll es zu übertreiben und gleich voll rein zu gehen. Gib dir Zeit und starte vielleicht mal mit einer Runde der Atem-Methode. Mit der Zeit wirst du weiter gehen können. 
Wim Hof bietet im Moment auch online Kurse zum Thema an, im Internet findest du zahlreiche Videos zu seiner Methode und Person.