Bild: Wien Energie/Ian Ehm
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Explosion im Umspannwerk Simmering. 14 Verletzte. Feuer. Und all das in einem Bereich, in dem wegen der Hochspannung an den Transformatoren schon unter gewöhnlichen Umständen Lebensgefahr herrscht. Am 22. September…

Bild: Wien Energie/Ian EhmExplosion im Umspannwerk Simmering. 14 Verletzte. Feuer. Und all das in einem Bereich, in dem wegen der Hochspannung an den Transformatoren schon unter gewöhnlichen Umständen Lebensgefahr herrscht. Am 22. September übten Zivilschutzverband, Polizei, Feuerwehr und Wien Energie Stromnetz an diesem Szenario die Zusammenarbeit im Katastrophenfall.

Die Übungsannahme: Bei Routinewartungsarbeiten im Umspannwerk geschieht ein Unfall. Ölfässer geraten in Brand, es kommt zu Explosionen, 14 Verletzte brauchen dringend Hilfe von außen.

Nun ist schnelles Handeln ebenso gefragt wie reibungslose Kommunikation: Die Einsatzkräfte können erst gefahrlos zu den Verletzten vordringen, wenn Wien Energie Stromnetz Mitarbeiter den betroffenen Teil des Umspannwerks vom Netz nehmen.

20.000 Einwohner Wiens müssten im Ernstfall für die Zeit der Rettungsarbeiten ohne Strom auskommen. Das ist freilich nur rund ein Hundertstel der Kunden von Wien Energie, für alle übrigen läuft die Versorgung über andere Umspannwerke.

Klar ist ohnehin – Menschenleben gehen vor: „Bei Lösch- und Bergungsarbeiten in einem Umspannwerk müssen wir vor allem sicher stellen, dass für die Einsatzkräfte ein gefahrloses Arbeiten möglich ist,“ sagt DI Reinhard Brehmer, Geschäftsführer der Wien Energie Stromnetz GmbH.

Video: Katastrophenübung im Umspannwerk
 

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Bild: Wien Energie/Ian EhmStromausfälle nur für Minuten

Die Übungsannahme stellt allerdings eine besonders extreme Ausnahme, den größten anzunehmenden Unfall, dar. Denn die Versorgungssicherheit mit Strom in Österreich sucht weltweit ihresgleichen.

Alle wesentlichen Systeme der heimischen Umspannwerke sind doppelt vorhanden. Und wenn der Fehler hier und nicht an der Leitung liegt, ist er auch innerhalb von Minuten unter Kontrolle, innerhalb von maximal Stunden vollständig behoben.

Österreich zählt in Sachen Versorgungssicherheit zu den Top 3 Europas – und damit der Welt, denn die Stromversorgung in Europa ist deutlich sicherer als in den USA oder anderen Regionen der Erde. Der Grund dafür ist neben der Technik der Mensch. Nämlich gut ausgebildete und vor allem äußerst engagierte Mitarbeiter.
Brehmer erzählt vom letzten großen Störungsfall, mittlerweile 20 Jahre her: Damals waren innerhalb nur einer Stunde 50 Mitarbeiter da, von sich aus, ohne Anrufe, ohne Handys, und haben gefragt: „Wo können wir helfen“.

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