Künstliche Intelligenz soll helfen, menschliche Fehler zu vermeiden.

Die Frage, ob es sinnvoll sei, künstlicher Intelligenz Entscheidungen zu überlassen, zum Beispiel, wie die Zukunft nachhaltig zu gestalten ist, hat Stanley Kubrick schon 1964 mit der Verfilmung des Romans „Two Hours to Doom“ des englischen Schriftstellers Peter Bryan George endgültig und schlagend beantwortet. Die beiden Super-Elektronengehirne des Westens und des Ostens vereinen sich und beseitigen mit einem globalen Atomschlag die Menschheit, weil sie der wesentliche Störfaktor für eine nachhaltige Zukunft ist (Film: Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb).

 

Was meinen wir mit Intelligenz?

 

Intellegere, lateinisch, bedeutet nicht in erster Linie „wählen zwischen“ (von inter = zwischen und legere = auswählen) sondern „wahrnehmen, merken, erkennen, empfinden und dann verstehen“. Nicht umsonst gestehen Intelligenzforscher den Ameisen (Schwarmintelligenz) und den Ratten (optimale Anpassung) höchste Intelligenz zu. Das heißt, dass diese Lebewesen besonders gut die Mitwelt wahrnehmen, merken, welche Lebensbedingungen an einem Ort herrschen und erkennen, wie sie selbst sich in diese einfügen müssen. Sie sind – mit allen Sinnen – bereit, diese Bedingungen zu empfinden und zu verstehen. Genauso verhalten sich zum Beispiel indigene Gemeinschaften, die ja die gesamte Mitwelt als „Verwandte“ bezeichnen und allen gleiche Rechte zubilligen. Nur so ist ein harmonisches und nachhaltiges Miteinander möglich. All diese intelligenten Wesen haben auf diese Art bisher länger und nachhaltiger existiert, als die Art „homo sapiens sapiens“, die seit einiger Zeit alle diese wichtigen Wahrnehmungen ausschaltet und behauptet, diese alle selbst gestalten zu können. Die Folge dieser Arroganz ist der Zustand der Welt im Jahr 2016.

 

Kann es also „künstliche“ Intelligenz (KI) geben?

 

Jürgen Schmidbauer, Leiter des Forschungsinstituts für künstliche Intelligenz IDISA (Instituto Dalle Molle die Studi sull´intelligenzia artificiale), das Systeme einer sich selbst optimierenden Software entwickelt hat – zum Beispiel für Google – ist der Meinung, dass derartige KI-Systeme einst das Universum beherrschen werden und den Menschen – als überflüssig – abschaffen werden, ganz so, wie es der Autor Peter Bryan George 1958 in seiner Romanvorlage für Kubricks Film vorhergesehen hat. Schmidbauer versteht unter Intelligenz allerdings etwas anderes als die Evolution. Die KI-Systeme müssten nämlich in der Lage sein, die zu erstrebende Harmonie, die energetische Balance wahrzunehmen, wie es nur Systeme können, deren „Energieversorgung“ Teil des Wahrnehmungs- und Handlungsprozesses ist. Solange diese aber – mittels Zufuhr elektrischen Stromes – nicht im Fokus der Optimierung ist, kann das KI-System nicht in der Lage sein, „Harmonie“, nämlich den energetischen Ausgleich tatsächlich zu „empfinden“. Diese Systeme optimieren Prozesse indem sie all die „Wahrnehmungen“ beurteilen, die ihnen zugänglich gemacht werden. Das, was „lebende Systeme“, frei im Universum allen Einflüssen, vom Geschmack des Bodens bis zur Hintergrundstrahlung aus dem All in ihre Wahrnehmung aufnehmen, müssen sie in eine harmonische Balance bringen. Nur dann ist ihnen – und ihrer internen, sozialen Organisation – eine möglichst lange Zukunft möglich – solange jedenfalls, wie ihr „Lebensraum“ existiert.

Bisher benötigen elektronische Systeme die möglichst konstante Zufuhr elektrischen Stroms, allein das „Internet“ verbraucht inzwischen global weit über 2% davon.

 

Empathie, Liebe, sind die wichtigsten Gefühle für „Leben“

 

Moralische Kategorien seien KI-Systemen nicht zu vermitteln, meint Schmidbauer, da diese den Menschen ohnehin nicht „bekannt“ sind, ein jeder versteht etwas anderes darunter. Das Moral mit Liebe zu tun hat – wie schon Immanuel Kant bemerkte – nämlich das Empfinden für Harmonie, kann in der Tat nicht vermittelt werden. Ob insofern Familie Rockefeller nun moralisch handelt, indem sie sämtliche Anteile an Öl-, Kohle- und Gasunternehmen abstößt, weil sie zu der Erkenntnis gekommen sei, dass diese unmoralisch handeln, ist nicht gesagt. Genauso gut kann dies ein kluger ökonomischer Schachzug sein, weil sie erkannt haben, dass in Kürze die gigantische „Kohlenstoffblase“ platzen wird und sie dann ihr Vermögen komplett verlieren würden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rockefeller-familie-trennt-sich-von-oelriesen-exxon-a-1083917.html

Informationen zu künstlicher Intelligenz:

http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/185967/index.html

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=57949

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=thema&obj=57949&red=kulturzeit

http://www.planet-wissen.de/technik/computer_und_roboter/kuenstliche_intelligenz/pwwbkuenstlicheintelligenz100.html

http://www.sueddeutsche.de/digital/kuenstliche-intelligenz-was-passiert-wenn-maschinen-klueger-werden-als-menschen-1.2907980

http://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik-1/kuenstliche-intelligenz-endspiel-fuer-das-mooresche-gesetz-14121094.html

http://www.zeit.de/thema/kuenstliche-intelligenz

https://de.wikipedia.org/wiki/Ameisenalgorithmus

http://www.idsia.ch/

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