Am 17. April ist Wien-Marathon. Der Termin ist eine Institution, der die ganze Stadt bewegt – die einen körperlich, die anderen beim Mitfiebern mit Verwandten, Freunden und Bekannten. Wir haben…

Am 17. April ist Wien-Marathon. Der Termin ist eine Institution, der die ganze Stadt bewegt – die einen körperlich, die anderen beim Mitfiebern mit Verwandten, Freunden und Bekannten. Wir haben einige Infos und Tipps zum Marathon – aber vor allem zum gesundheitsbewussten Laufen in Wien.

Der Vienna City Marathon ist Österreichs größte Sportveranstaltung. Ungefähr 30.000 Läufer beanspruchen die Wagramer Straße über Hunderte von Metern am Start bei der UNO-City. Damit es dabei nicht zu Rempeleien und Verletzungen kommt, ist diesmal für jeden Läufer ein eigener Quadratmeter Startfläche reserviert. 300.000 Besucher werden entlang der Strecke erwartet, noch mehr sollen den Lauf bis zu seinem Ziel am Heldenplatz über die Fernsehschirme verfolgen.

Streckenpläne: http://www.vienna-marathon.com/?url=course/01_plaene
Alle Infos zum Wien-Marathon: http://www.vienna-marathon.com

Dass beim Wien-Marathon ein international renommiertes Elitefeld einmal mehr den Streckenrekord brechen will, ist schön und interessant. Als Läufer aus Lust am Laufen darf man sich von deren beeindruckenden Zeiten allerdings nicht beirren lassen. Beim Laufen läuft man zunächst einmal für und gegen sich selbst, erst in zweiter Linie mit und gegen die anderen.

Der Marathon gilt als die Krönung des Langstreckenlaufs. 42,195 Kilometer weit geht es über Straßen und Wege ins Ziel – die historische Boten-Strecke zwischen Marathon und Athen ist etwas kürzer, die genaue Distanz verdanken wir den Engländern. Sie haben bei den Olympischen Sommerspielen 1908 eine Strecke vom Olympiastadion bis zum Schloss Windsor festgelegt. Das waren letztlich bis vor die Tribüne der königlichen Familie genau jene 42,195 Kilometer, die danach beibehalten wurden, um auch spätere Marathonbewerbe mit den vorangegangenen vergleichen zu können.

Laufenergie

Wer läuft, nutzt die Energie des eigenen Körpers anstelle technischer Hilfsmittel. Wer Stiegen steigt (zumindest nach oben), fördert damit seine Gesundheit, seine Fitness, und spart die Antriebsenergie des Aufzugs. Laufen stärkt ganz einfach das Bewusstsein dafür, dass wir dankbar sein dürfen, wenn wir aus eigener Kraft mobil sein können. Nicht alle können kurze Strecken ganz einfach flott zu Fuß gehen. Wer es kann, sollte das auch ausnutzen.

Woher beziehen aber Läufer ihre Energie? Bei gut trainierten Marathon-Athleten verbrennt der Körper Fette. Schließlich sind sie ja im Grunde nichts anderes als reine Energiespeicher. Allerdings zeigen im Langstreckenlauf sehr oft besonders magere Sportler unglaubliche Energiereserven.

Kohlehydrate

Das „Feuer“ kommt von Kohlehydraten – hauptsächlich von den verschiedenen Varianten des „Zuckers“.
Die laufende Versorgung mit Kohlehydraten während eines Marathonlaufs hat viele Vorteile. Wenn der Blutzuckerspiegel hochgehalten wird, bleibt der „Leistungsknick“ aus, den viele Sportler fürchten: der plötzliche Leistungsabfall, der gehäuft bei Läufern auftritt, die keine Kohlehydrate zu sich nehmen.

Die Beine werden schwer, Müdigkeit tritt auf, das Immunsystem wird durch die Belastung geschwächt. Die Folge sind häufig auch Infektionskrankheiten wie Erkältungen oder der Ausbruch von Herpesbläschen an der Lippe.
Die Zufuhr von Kohlehydraten während der Belastung schützt vor diesen negativen Folgen.

Fette kann der Körper langfristig speichern – Kohlehydrate nicht. Ein optimal gefüllter „Tank“ von Glukose versorgt den Körper für 90 Minuten, und selbst die Weltklasse-Läufer benötigen klar über zwei Stunden für die Marathondistanz.

Kohlehydrate: Nicht nur Zucker

Für alle, die nicht gleich den Marathon angehen wollen: Im Erschöpfungszustand auch nach kürzeren Läufen hilft die Zufuhr von Kohlehydraten messbar bei der Regeneration.
Wobei sich die Frage stellt: Welche Kohlehydrate soll man zu sich nehmen – und wann?

In den letzten Tagen vor einem Marathonstart oder auch im Laufe des Trainings gilt es, sich bewusst kohlehydratreich zu ernähren. Und zwar mit so genannten langkettigen Kohlehydraten. Die befinden sich nicht in Schokolade und Zuckerrohr, sondern in Nudeln, Reis, Kartoffeln und Getreide. Zu einer vernünftigen Läuferernährung gehört unbedingt auch ausreichend Flüssigkeit. Trinken Sie genug, essen Sie richtig und belasten Sie sich vor dem Laufen nicht mit schweren Mahlzeiten. Am Morgen vor einem Marathon zum Beispiel empfiehlt sich ein leicht verdauliches Frühstück, langsam und in aller Ruhe genossen.

Vorsicht, Gesundheit!

Nun ist es höchste Zeit für die Warnung: Lassen Sie sich prüfen und untersuchen. Wer ernsthaft Sport betreibt, darf das nur mit dem nötigen Hintergrundwissen. Richtige Läufer kennen ihren Körper genau, sie wissen, welche Belastung sie sich zumuten dürfen und wann es Zeit ist, aufzuhören.

Ärzte und Ernährungsberater helfen dabei, die individuell richtige Ernährung zusammenzustellen, und Sie selbst sollten sich stets vor Augen halten: Richtig trainieren, richtig ernähren und richtig belasten – kein Profi läuft ohne Vorbereitung und Gesundheitscheck.

Was zählt: Letzten Endes laufen Sie nur für sich selbst. So weit und so lange Sie selbst wollen, und nicht weiter.

Bleiben Sie dran:
In der kommenden Woche gehen wir auf das

des Menschen – die Positiven und die Risiken – näher ein. Dazu gibt es

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