Der Einsatz von im Labor gezüchteter menschlicher Haut in der Medizin und Kosmetikindustrie.

Das Bewusstsein, dass Tierversuche Tierleid bedeuten, ist heute bestimmt größer als jemals zuvor. Mittlerweile gibt es auch weltweit viele Kosmetikmarken, Putz- und Waschmittel, die komplett auf Tierversuche verzichten. Innerhalb der EU sind Tierversuche in der Kosmetikindustrie schon seit längerem verboten. Seit bald vier Jahren haben Firmen, die ihre Produkte in Europa verkaufen wollen, auch nicht mehr die Möglichkeit für Tests in andere Länder auszuweichen, da mittlerweile der Verkauf von an Tieren getesteten Kosmetika untersagt ist. Doch wie stellen die Unternehmen jetzt sicher, dass ihre Produkte gut verträglich sind?

Die Forschung hat es möglich gemacht menschliche Haut im Labor wachsen zu lassen, ganz ohne dass dabei Menschen oder Tiere zu Schaden kommen. Alles was solche Labors brauchen ist eine kleine Menge an menschlichen Zellen, diese dienen dann als Grundlage, um Haut im Labor züchten zu können. Ein solches Labor, in dem Menschenhaut gezüchtet wird, um sie dann an die Kosmetikindustrie oder Reinigungsmittelhersteller zu verkaufen ist MatTek in Boston. MatTeks Produkt sind Petrischalen mit münzengroßen Hautstücken, an denen Verträglichkeits- und Allergietest durchgeführt werden können. Große Kosmetikhersteller haben teilweise sogar ihre eigenen Herstellungslabors für synthetisch gezüchtete Haut.

Unternehmen die mit der künstlichen Haut arbeiten, sind äußerst zufrieden. Die synthetische Haut ist viel besser geeignet als Tierhaut, um zu testen, ob ein Produkt beim Menschen Unverträglichkeiten hervorruft. Doch nicht nur, weil es Tierleid erspart, hat das Züchten von Haut im Labor Relevanz, auch in der Medizin findet gezüchtete Haut Anwendung und bringt viele Vorteile. Benötigt man zum Beispiel nach schweren Brandverletzungen eine Hauttransplantation, ist man nicht auf Spenden angewiesen, die benötigte Haut kann im Labor gezüchtet werden.

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