Passivhäuser sind bereits ein etablierter Standard bei Neubauten. Mit einer Petition in Deutschland versucht nun eine Initiative, so genannte Plusenergie-Häuser als Standard einzuführen. Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude,…

Passivhäuser sind bereits ein etablierter Standard bei Neubauten. Mit einer Petition in Deutschland versucht nun eine Initiative, so genannte Plusenergie-Häuser als Standard einzuführen.

Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude, das durch ein Reihe von Konstruktionsmerkmalen wie Wärmedämmung und Lüftung sowohl im Winter wie im Sommer auf Temperaturregelung verzichten kann.

Der Bedarf an Wärme wird überwiegend durch „passive“ Quellen gedeckt. Sonneneinstrahlung und Erdwärme – durch eine Wärmepumpe genutzt – sind die besten Beispiele. Ziel ist eine neutrale Energiebilanz.

Nicht nur Neubauten können Passivhäuser sein. Durch Umbauten und Sanierungen kann auch ein bereits bestehendes Gebäude zu einem Passivhaus werden oder diesem Standard zumindest sehr nahe kommen.

Plusenergie

Ein Plusenergie-Haus – abgebildet ein Beispielbau in Frankfurt am Main – geht über dieses Konzept hinaus und schlägt in der Energiebilanz mit einem Plus zu Buche. Es erzeugt durch die Nutzung erneuerbarer Energien zusätzlich zur Passivbauweise unterm Strich mehr Energie als es verbraucht.

Ein zur Bewerbung der Initiative genanntes Beispiel ist die Freiburger Solarsiedlung, in der seit dem Jahr 2000 Plusenergie-Häuser stehen.

Die Petition fordert von der deutschen Bundesregierung, Plusenergie-Häuser möglichst rasch zum Standard zu erklären. Auch wenn die Kostenfrage in der Petition nicht angesprochen wird und die Erfolgsaussichten dieses ersten Vorstoßes noch gering sind: Sollte die Forderung letztendlich wirklich umgesetzt werden, dann dürfen wir davon ausgehen, dass auch in Österreich Plusenergie die Passivhäuser als Vorbild für neue Bauprojekte ablösen wird.

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