Der Klimawandel „flattert“ Vögeln und Schmetterlingen davon. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Forscher fanden heraus, dass sich die Tiere nicht so schnell den…

Der Klimawandel „flattert“ Vögeln und Schmetterlingen davon. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Die Forscher fanden heraus, dass sich die Tiere nicht so schnell den Klimaveränderungen anpassen können. Ihre Lebensräume verschieben sich. Schmetterlinge müssten in Europa im Durchschnitt 135 Kilometer weiter nach Norden fliegen, um wieder für sie ideale Temperaturen vorfinden zu können. Innerhalb der letzten 20 Jahre hätte sich ihr Lebensraum um durchschnittlich 239 Kilometer nach Norden verschoben. Die Tagfalter seien aber nur 114 Kilometer weiter nach Norden gezogen.

Klimawandel reißt Lebensgemeinschaften auseinander

Vögel wanderten ihren Lebensräumen noch langsamer hinterher, nämlich nur 37 Kilometer bei einer Verschiebung des Lebensraumes von 249 Kilometern. So wird auch die Lücke zwischen Schmetterlingen und Vögeln immer größer. Doch viele Vogelarten ernähren sich von den Raupen bestimmter Schmetterlingsarten. Die Raupen sind wiederum von bestimmten Pflanzen abhängig, die die Anpassung an die Klimaverschiebung noch langsamer vollziehen als Tiere. So fressen beispielsweise die Raupen des Natterwurz-Perlmutterfalter (Boloria titania) nur Wiesenknöterich (Polygonum bisorta).

Durch den Klimawandel werden Lebensgemeinschaften auseinander gerissen, und die einzelnen Arten sind dadurch bedroht. Die Wissenschaftler bestätigen insgesamt einen Rückgang kälteliebender Arten bei einer gleichzeitigen Zunahme wärmeliebender Arten in Europa innerhalb der letzten 20 Jahre.

Weitere Informationen unter: www.ufz.de

Quelle: Tilo Arnhold: Vögel und Schmetterlinge „flattern“ dem Klimawandel hinterher; Pressemitteilung Helmholtz-Zentrum für Uweltforschung (UFZ); 08.01.2012.

 

Bildnachweis: © H.-J. Grosche/ Pixelio.de

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