Geister-U-Bahnstation
Geister-U-Bahnstation
Neues Leben für Pariser Métro-Stationen.

Die Métro, also die U-Bahn, gehört zu Paris wie der Eiffelturm. So eng ist sie mit der Infrastruktur und mit dem Stadtleben verbunden. So eng auch mit vielen berühmten Boulevards und Sehenswürdigkeiten, nach denen sie benannt sind. Was aber viele nicht wissen: Rund ein Dutzend der Pariser Métro-Stationen sind nicht mehr in Betrieb. Stationen wie Arsenal liegen sogar schon seit dem Zweiten Weltkrieg still. Zwei Stationen, Porte Molitor und Haxo, waren überhaupt nie in Betrieb, seit sie fertiggestellt wurden.

Neues Leben für Geister-U-Bahnstation

So viel ungenutzter städtischer Raum brachte die Politikerin der konservativen UMP, Nathalie Kosciusko-Morizet, 2014 während ihrer Kandidatur zur Bürgermeisterin auf die Idee, den Pariser Untergrund neu zu beleben, wie der Spiegel berichtete. Ein Schwimmbad in der Station Arsenal? Durchaus denkbar, Sportstätten sind in der Metropole ohnehin rar. Ein schickes Restaurant? Auch kein Problem, Pariser lieben Restaurants. Eine zeitgenössische Theaterbühne? Wäre vermutlich schon allein aufgrund ihrer ausgefallenen Location ein Publikumsmagnet. Oder vielleicht sogar ein dröhnender Nachtklub, der dank seiner unterirdischen Lage keine Anrainer stört.

Das Pariser Architektenbüro OXO Architectes – das sind Manal Rachdi und Nicolas Laisné – haben erste Entwürfe präsentiert, in denen sie sich das einmalige Flair der Métro-Stationen zunutze machen.
Ideen gibt es genug. Doch Nathalie Kosciusko-Morizet unterlag bei den Wahlen ihrer sozialdemokratischen Gegnerin Anne Hidalgo. Bleibt nur abzuwarten, inwieweit diese nun tatsächlich umgesetzt werden.

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Quellen: OXO Architectes
Beitrag im Spiegel
Fotos: Manal Rachdi Oxo Architectes

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