Radfahren ist die effizienteste Fortbewegungsmethode in einer Stadt. Doch wie misst man die Effizienz von Transportmitteln?

Der Verkehr emittiert in Österreich jährlich 22,6 Megatonnen CO2-Äquivalent. Laut VCÖ sind das 26 Prozent der gesamten österreichischen Treibhausgas-Emissionen von 86,6 Megatonnen. Mehr stößt nur die Industrie mit einem Anteil von 30 Prozent aus. Zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind zweifelsohne die umweltschonendsten Fortbewegungsmethoden – aber wie ist man am effizientesten in der Stadt unterwegs? Mit dem Fahrrad lautet die Antwort.

Wenn es darum geht die Umweltbelastung der üblichen Verkehrsmittel zu messen, ist die offensichtliche Methode eine Auswertung der Co2-Emissionen. Die Brutto-Daten zeigen, dass der motorisierte Straßenverkehr am meisten Schadstoffe verursacht. Züge müssten demnach effizienter sein, denkt man. Aber die Netto-Berechnungen kommen zu anderen Ergebnissen. Dabei wird miteinbezogen, wie energieeffizient eine Fortbewegungsmethode beim Transport einer Person über eine gewisse Distanz ist.

grafik rad

Der britische Professor für Verkehrsplanung, David Banister, hat eine Studie zum Thema energieeffiziente Fortbewegung in London erstellt. In seine Berechnungen bezog er die Fahrgastkapazitäten der jeweiligen Verkehrsmittel und die durchschnittliche Reisedistanz mit ein und errechnete die verbrauchte Energiemenge pro Person auf einem zurückgelegten Kilometer. Er kam zu dem Ergebnis, dass Radfahren unglaublich energieeffizient ist, sogar ungefähr doppelt so effizient wie zu Fuß gehen – wenn es um die verbrauchte Energiemenge pro zurückgelegten Kilometer geht.

Das mag wenig überraschen, die weiteren Daten korrigieren jedoch ein paar Vorurteile: Straßenbahnen kommen auf den dritten Platz und – nur knapp dahinter – der öffentliche Busverkehr, noch vor der U-Bahn oder dem Zugverkehr. Busse können also Teil einer emissionsreduzierten Verkehrslösung in Städten sein, noch besser wenn sie mit Biogas betrieben sind.

Titelbild: fahrradwien.at

Grafik: Sustainable Transport and public policy/David Banister

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