Das perfekte Stadtrad. So bezeichnet Designer Philippe Starck seine Entwicklung des „Pibal“, des „kleinen Aal“. Er und die Stadt Bordeaux setzen hohe Erwartungen in das Wunderwerk der urbanen Mobilität.

Die Stadt Bordeaux ist eine starke Fahrradstadt. Fahrräder gibt es hier en masse, und sie können auch von der Stadtverwaltung ausgeliehen werden. (Kleine Wermutstropfen gehören dazu: Die Mairie verlangt eine hohe Kaution, und Bordeaux ist nicht nur beim Fahrradfahren stark, sondern auch bei der Anzahl der gestohlenen Drahtesel)

Jedenfalls: Auch wenn er sagt, nur sich selbst und seiner eigenen Verrücktheit inspiriert zu werden: eine Online-Umfrage in Bordeaux hat es trotzdem geschafft, Designer Philippe Starck auf Ideen zu bringen. Und zwar dazu, eine neue Art von Urbanem Rad zu entwerfen. Für die Umsetzung des vielseitigen „Pibal“ sorgte dann die Firma Renault. 300 Stück des neuen Stadtfahrrads gingen auch gleich an die Stadt Bordeaux.

Pibal

Wie ein junger Aal soll der Pibal sich durch den Stadtverkehr winden. Durch die niedrig gestellte Fußplattform kann er wechselweise als Rad, als Roller oder als Transportwagen für schwere Lasten verwendet werden.

Speziell gestaltete Felgen, ein Vorderrad-Dynamo und stabile, gelbe (= deutlich sichtbare) „Bandreifen“ sowie eine automatische Zweigangschaltung komplettieren das „perfekte Stadtrad“.

Mit den (sinngemäß übersetzten) Worten des Designers:

„Wie ein junger Aal, so windet sich das Pibal, es spielt mit den Verkehrsströmen und erreicht damit eine neue urbane Ergonomie und eine Art der Bewegung, auf der Sie fahren oder in der Fußgängerzone skaten, Lasten oder Kinder transportieren können. Es hat Schönheit und Intelligenz, Ehrlichkeit, Haltbarkeit. Stark und zuverlässig, ist es ein neuer Freund auf der Fahrt in die Zukunft von Bordeaux.“

Eine wunderschöne, sehr französische Vision. Wie perfekt der Entwurf tatsächlich ist, kann nur die Praxis weisen. Die Bordelais – so nennt man die Einwohner von Bordeaux – werden davon zu berichten wissen.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*