Die Köpfe der Wissenschaftler laufen heiß auf der Suche nach wirksamen Methoden gegen den Klimawandel. Eine Studie der Universität Hohenheim gemeinsam mit der Atmosphere Protect GmbH besagt beispielsweise, dass man…

Die Köpfe der Wissenschaftler laufen heiß auf der Suche nach wirksamen Methoden gegen den Klimawandel. Eine Studie der Universität Hohenheim gemeinsam mit der Atmosphere Protect GmbH besagt beispielsweise, dass man eine große Menge CO2 aus der Atmosphäre binden könnte – mit Plantagen in der Wüste.

„Carbon Farming“ heißt das Konzept. Dabei sollen Biomasse-Plantagen den Klimawandel abmildern. Auf kargen Böden, die für den Nahrungsmittelanbau ungeeignet sind, sollen widerstandsfähige Sträucher wie etwa Jatropha curcas angebaut werden. Die Energie für die Bewässerung mit entsalztem Meerwasser würde man ebenfalls aus der Biomasse dieser Pflanze gewinnen.

25 Tonnen gebundenes CO2 pro Hektar

Die Wissenschaftler errechneten, dass man pro Hektar Jatropha curcas bis zu 25 Tonnen CO2 im Jahr aus der Atmosphäre binden könnte. So könnte man beispielsweise mit 3 Prozent der Wüstenfläche der arabischen Halbinsel den kompletten CO2-Ausstoß aller Fahrzeuge in Deutschland kompensieren. Weltweit stünde eine Fläche von etwa einer Milliarde Hektar zur Verfügung, womit sich eine signifikante Menge des weltweiten CO2-Ausstoßes binden ließe.

Die Studie wurde veröffentlicht im Journal „Earth System Dynamics“, einer Fachzeitschrift der European Geosciences Union (EGU) unter: www.earth-syst-dynam.net/recent_papers.html

 

Mehr Informationen unter: https://www.uni-hohenheim.de/news/studie-carbon-farming-biomasse-plantagen-in-wuestenregionen-koennten-klimawandel-mildern-45

 

Bildquelle: pixabay.com,

http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de

1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Liel,

    der Anbau von Ölpflanzen wie Jatropha curcas in der Wüste wird schon lange diskutiert.

    Die Idee, die Sie hier präsentieren, ist ja schon einige Jahre alt. Im
    Januarheft der Zeitschrift Humane Wirtschaft und im August 2010 in Telepolis
    habe ich die Konsequenzen dieses Konzepts ausführlich besprochen.
    http://www.humane-wirtschaft.de/wp-content/plugins/google-document-embedder/pdf.
    php?file=www.humane-wirtschaft.de/wp-content/uploads/2010/01/Herres_Rettung-des-
    Weltklimas.pdf&fn=Herres_Rettung-des-Weltklimas.pdf

    http://www.heise.de/tp/artikel/33/33032/1.html

    Viel besser aber als die Energie für die Meerwasserentsalzung aus der Biomasse zu gewinnen und diese dabei wieder zu verbrennen, wäre es Sonnenenergie zu nutzen. Die ist doch gerade in der Wüste reichlich vorhanden.
    Auch die genannten 25 t CO2 pro Hektar sind bestimmt zu übertreffen.
    Auf jedem Hektar Jatropha curcas Plantage fällt innerhalb eines Jahres 50-70 t Baumschnitt an. Dieser enthält etwa 50% Kohlenstoff, also 25 – 35 t C/ha. Das waren in der Luft 44/12 * 25 – 35 t CO2 / ha, also über 90 t CO2/ha und Jahr.
    Wandelt man diesen Baumschnit durch Pyrolyse in Biokohle um, so verbrennt zwar etwa 1/3, aber 60t CO2/(ha*a) bleiben der Luft entzogen. Die Kohlegehalt des Bodens könnte sich also um 6 kg/m^2 jedes Jahr erhöhen bis sich ein Humusgehalt von ungefähr 15% ergibt. In den obersten 20 cm Boden, die ca 400 kg wiegen, sind das dann 60 kg. Die Terra Preta in Brasilien sind 2 m tiefe schwarze Böden. Da liegen also 600 kg Kohlenstoff pro m^2 dauerhaft fixiert.
    Rechnet man das hoch auf die Fläche, die zur regenerativen Versorung der Weltwirtschaft mit Pflanzenöl erforderlich ist, immerhin etwa 8 Millionen km^2, so kommt ganz schön was zusammen und wird der Luft und den schon übersäuerten Weltmeeren wieder entzogen.
    Da der Aufbau von einigen 100000 Plantagen auch einige Jahrzehnte dauert, sollte man auch bald damit anfangen, sonst überholt uns die Natur und wir erreichen Kipp-Punkte des Klimasystems die uns in ein Klima katapultieren, das es seit 100 Millionen Jahren nicht mehr auf der Erde gegeben hat.

    Theorie ist gut und schön, aber ohne die Praxis nichts wert.
    Wer stellt die Milliarden zur Verfügung, die man braucht um so viel Wüste zu begrünen?
    Die EZB war den Banken gegenüber sehr großzügig und hat auf die Schnelle 800 Milliarden Euro erzeugt.
    Sie sollte um der Rettung des Weltklimas willen noch einmal großzügig sein. Das Geld bekommt sie nämlich garantiert wieder zurück – bei den Banken weiß man es nicht.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Gerhard Herres

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