Aus alten Laptopbatterien kann man selbst eine Powerwall bauen, Anleitungen dafür gibt es im Netz.

Tesla hat seine Powerwall auf den Markt gebracht, um es für Privatpersonen möglich zu machen Energie aus ihren PV-Dachanlagen zu speichern und bei Bedarf zu nutzen. Doch mit einem Preis von 5.500 US-Dollar ist die Tesla Powerwall nicht für jeden erschwinglich. Ein paar findige Bastler haben aber eine Alternative gefunden und bauen eigene Speicher aus recycelten Laptopbatterien. Diese sind nicht nur leistbar, sondern haben oft genauso viel oder sogar mehr Speicherkapazität als das Produkt aus Elons Musks Imperium.

Für den Bau werden meist 18650 Lithium-Ionen-Akkus empfohlen, diese findet man in vielen Laptops und anderen Geräten. Man erkennt sie leicht daran, dass sie mit farbigem Plastik überzogen sind. Um eine Powerwall daraus zu bauen, braucht man ziemlich viele davon. Wenn man sie im Geschäft kauft, kann das kostspielig werden. In den USA kosten sie per Stück rund fünf Dollar, sich gebrauchte Batterien bei Recyclingstellen oder in Gebrauchtwarengeschäften zu besorgen ist deutlich billiger. Wer es nicht eilig hat, kann natürlich auch den gesamten Bekanntenkreis darum bitten, Akkus aus Geräten die entsorgt werden sollen, aufzuheben. Wer seine eigene Speicheranlage bastelt, spart dann nicht nur Geld, sondern trägt auch dazu bei, dass mehr Batterien recycelt werden.

Hat man genügend 18650 Akkus gesammelt, bekommt man auf diypowerwalls.com oder in anderen Foren und auf YouTube Infos und Hilfe dazu, wie man diese nun zu einer funktionierenden Powerwall zusammenbaut. Und einige der selbstgebauten Speicher sind sogar stärker als das Tesla Produkt. Teslas kleine Version kann 10 kWh, die große 14 kWh speichern. Der Australier Peter Matthews speichert in seiner selbstgebauten Anlage bis zu 40 kWh aus den 40 Solarpanelen auf seinem Dach, also viermal so viel wie die kleinere Tesla Powerwall. Der Schwede Daniel Römer hat sich einen Wandspeicher gebaut, der bis zu 100 kWH speichern kann.

Wer sich seinen eigenen Energiespeicher bauen will, sollte sich aber auch bewusst sein, dass dies gewisse Sicherheitsrisiken birgt. Denn beim Zusammenschließen von meist mehreren hundert Lithium-Ionen-Batterien kann es auch zu Bränden kommen. Auch diesem Thema widmen sich einige Threads in diversen Foren und zahllose YouTube Videos. Wer also keinerlei adäquate Ausbildung hat, um solche Projekte durchzuführen, sollte besonders vorsichtig sein und sich am besten einen Projektpartner suchen, der über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.

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Bild: Pexels; Wikimedia

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