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Werden die Erfindungen von enthusiastischen Garagen-Bastlern die Energiebranche revolutionieren?

Jason Hughes aus New Jersey bastelt in seiner Garage an einem Akku aus einem Tesla Model S, um sie zum Speichern von Solar und Windenergie brauchbar zu machen. Hughes möchte von Energielieferanten unabhängig sein, aber, wie er selbst sagt, will er dafür nicht in seinem Keller nach Öl bohren müssen. Er hat bereits eine Solaranlage auf seinem Haus installiert und sucht nun nach einer effizienten Möglichkeit um überschüssige Energie zu speichern.

Hughes ist sich sicher, dass viele andere auch gerne eigene kombinierte Energie- und Speicheranlagen hätten und nur darauf warten, dass effiziente Lösungen auf den Markt kommen. Mit dieser Meinung steht er nicht alleine da, denn es gibt weltweite Bemühungen, Initiativen und regen Austausch, herkömmliche Akkus zu überarbeiten. Schon bald sollen Akkus fünf Mal so viel Energie speichern können wie jetzt, dabei aber nur etwa ein Fünftel kosten. Leidenschaftliche Bastler wie Hughes und Universitäten, wie Harvard oder MIT, führende Technologieunternehmer wie Elon Musk sowie viele Start Ups arbeiten diesem Ziel entgegen. Die einen versuchen, die herkömmliche Lithium-Ionen-Batterie zu überarbeiten und verbessern, andere experimentieren mit der Verwendung neuer Chemikalien.

Momentan sind die Technologien für die Erzeugung von erneuerbarer Energie den Technologien für deren Speicherung noch weit voraus. Laut Prognosen könnte sich das aber schneller ändern, als man denkt. Bereits in zehn bis 20 Jahren ist mit einer kompletten Veränderung des Energiesektors zu rechnen. Erinnern Sie sich doch kurz zurück, wie teuer Medien zur Speicherung von Daten vor ein paar Jahren noch waren und wie gering die Speicherkapazität war. Warum sollte etwas ähnliches nicht auch im Bereich der Energiespeicherung zu schaffen sein.

Kostengünstige und effiziente Batterien würden auch die Autoindustrie verändern. Wenn Elektroautos fünf Mal so weit fahren könnten wie bisher und dank Ladung mit Solarenergie Stopps an Ladestationen nicht länger nötig wären, warum noch länger einen Wagen fahren, der teuren Kraftstoff braucht? Sogar Aston Martin hat beim diesjährigen Genfer Auto Salon ein Konzept für ein Crossover-Modell vorgestellt, das mit einem effizienten Lithium-Sulfur-Akku betrieben werden soll und kein Benzin benötigt. Die britischen Ingenieure sehen nämlich genau das als die Zukunft des Luxusautos.

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Bild: Rob Nunn / Flickr

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