Damit soll der schwankend anfallende Strom aus Wind- und Solarkraftwerken ins Netz integriert werden.

Ausgerechnet im Öl-Staat Texas will der Stromnetzbetreiber Oncor einen Batteriespeicherpark in bisher unbekannten Dimensionen bauen. Tausende Akkusysteme in der Größe eines Kühlschranks würden dabei in Containern zusammengeschlossen. Auf diese Weise soll eine Gesamtleistung von fünf Gigawatt sowie eine Energiespeicherkapazität von 15 Gigawattstunden erreicht werden.

Mit dem Speicher will Oncor den schwankend anfallenden Strom aus Windkraft- und Solaranlagen besser ausnutzen und immer dann vermarkten, wenn die Nachfrage am höchsten ist. Dadurch würden sogar die Strompreise sinken, argumentiert der Versorger. Dass dies wirtschaftlich machbar und lohnenswert ist, bestätigt eine Studie der Brattle Group . Die Unternehmensberater kamen zu dem Schluss: Ein Batteriepark mit einer Leistung von drei bis fünf GW ist der kosteneffizienteste Weg, um erneuerbare Energien in das texanische Stromnetz zu integrieren. Derzeit würden Großspeicher zwar noch 700 bis 3.000 US-Dollar pro kWh kosten. Bis 2020 sänke der Preis aber auf 350 US-Dollar/kWh.

Die Stromversorgung in Texas könnte sich mit einem derart gigantischen Energiespeicher grundlegend verändern. Das „Electric Realiability Council of Texas“ (ERCOT) liefert momentan in seinem Stromnetz eine Leistung von 69 Gigawatt. Diese Menge reicht zwar für die Grundversorgung aus, jedoch stehen für Notfälle so gut wie keine Reserven zur Verfügung. Gelingt das Vorhaben von Oncor, dann würde die Kapazität um sieben Prozent steigen. Insbesondere im Sommer könnten hierdurch Engpässe vermieden werden.

2018 will Oncor mit dem Bau des Batteriespeicherparks beginnen, sofern es zu einer Gesetzesänderung in Texas kommt. Bisher ist es Netzbetreibern in Texas nämlich nicht erlaubt, Strom direkt zu vermarkten. Tesla Motors hat mittlerweile einen Bericht bestätigt, dass es erste Tests zusammen mit Oncor durchführt. Zwei 25 kW-Lithium-Ionen-Speicher von Tesla werden derzeit in Dallas auf ihre Eignung als Netzspeicher untersucht.

Titelbild: Wikimedia

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