Solarenergie ist eine der beliebtesten Formen der erneuerbaren Energieerzeugung. Umso häufiger wird sie von Hausbesitzern genutzt. Meist in Form von Sonnenkollektoren auf dem Dach. Wohnungsmieter brauchen eine andere Lösung. Die…

Solarenergie ist eine der beliebtesten Formen der erneuerbaren Energieerzeugung. Umso häufiger wird sie von Hausbesitzern genutzt. Meist in Form von Sonnenkollektoren auf dem Dach. Wohnungsmieter brauchen eine andere Lösung.

Die Solarzellen werden üblicherweise auf dem Dach angebracht. Wer eine Wohnung in einem Mehrparteienhaus in der Stadt bewohnt, kann allerdings nicht so einfach über die Dachfläche verfügen. Gleiches gilt für mächtige Bürotürme, deren Energiebedarf überwältigend ist – ganz besonders im Vergleich zur Dachfläche.

Hier gibt es eine logische Alternative: das eigene Fenster. Jeder, der Haus oder Wohnung hat, hat auch Fenster. Und durch jedes Fenster an Ost-, Süd- oder Westseite scheint irgendwann für eine bestimmte Zeit die Sonne.
Energie, die man auch nutzen könnte.

Strom aus dem Fensterglas

Es gibt inzwischen spezielle Fenster, die als Solarzellen fungieren und Strom herstellen können.
Die Solarfenster sind häufig doppelscheibig und mit transparenten Solarzellen durchsetzt. So reduzieren sie die Heiz-, Kühl- und Beleuchtungskosten von Gebäuden. Die Scheiben dieser Bauart sind im Regelfall entweder leicht milchig oder abgedunkelt, manchmal auch mit klar erkennbaren Solarzellen durchsetzt.

Die israelische Firma Pythagoras Solar geht nach eigenen Angaben einen anderen Weg. Sie zieht zwischen den Scheiben Plexiglasstreifen ein, die die Sonneneinstrahlung zum Rand hin reflektieren, wo an jedem Streifen eine Phalanx spezieller Solarkollektoren angebracht ist. Die beiden großen Vorteile laut Hersteller: Die gesamte Sonneneinstrahlung wird verwertet, der Blick ins Freie bleibt dabei zudem ungetrübt, von den Kollektorstreifen abgesehen, die an die Lamellen geöffneter Jalousien erinnern.

Genehmigung durch den Vermieter!

Solarfenster werden anstelle der bisherigen Fenster in die Mietwohnung eingebaut, was allerdings vorher mit dem Vermieter abgesprochen werden muss. Wenn man sich dazu bereiterklärt, sie beim Auszug kostenlos wieder durch die normalen Fenster ersetzt, kann man sie in der Regel einsetzen – oft werden sie auch vom Nachmieter übernommen.

Daneben werden auch Fensterläden und sogar Rollläden mit Solarzellen beschichtet. Solche Lösungen können sich aber mit Solarfenstern nicht messen – aus dem einfachen Grund, dass man Fensterläden und Rollläden am ehesten nachts einsetzt.

Investition für Jahre

Wichtig: Solarfenster sind nicht billig. Sie rechnen sich nur, wenn man vorhat, über mehrere Jahre hinweg in der gleichen Wohnung zu bleiben. Außerdem kann man auf eine Speichermöglichkeit für den erzeugten Strom nicht verzichten.

Informieren Sie sich vor einer Investition genau und holen Sie Informationen bei einer unabhängigen Energieberatung ein. Zum Beispiel im Wien Energie-Haus an der Mariahilferstraße 63.

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