Was anfangs vielversprechend aussah und gefeiert wurde, hat sich leider als totaler Flop erwiesen.

Vor rund zwei Jahren haben wir hier WattWays, ein vielversprechendes System für den Bau von Solarstraßen, vorgestellt. Was die Firma Colas in Zusammen mit dem Französischen Nationalinstitut für Solarenergie, entwickelt hatte schien große Vorteile gegenüber anderen Techniken zu haben. Hierbei konnten sieben Millimeter dünne Photovoltaik-Platten direkt auf den bestehenden Straßenbelag aufgebracht werden. Trotz der geringen Dicke, sollten die Wattway-Platten äußerst robust sein und auch starkem Autoverkehr und großen LKWs standhalten.

Drei Jahre nach dem der erste einen Kilometer lange Abschnitt, der ursprünglich geplanten 1.000 Kilometer Solarstraße, eröffnet wurde, wurde er auch wieder geschlossen. Hatte man anfangs gehofft, auf diesem kurzen Testabschnitt 790 Kilowattstunden sauberen Strom pro Tag zu produzieren, war es in Wirklichkeit nur etwa die halbe Menge. Dies könnte zum Teil natürlich der Tatsache geschuldet sein, dass man mit der Normandie, die nicht gerade sonnigste Region Frankreichs für den Testabschnitt gewählt hat.

Die hohen Kosten für die Errichtung – rund fünf Millionen Euro – bekam man auf Grund der geringen Energieproduktion also nicht wieder herein. Deshalb entschied man sich auch schnell nur die nötigsten Wartungsarbeiten durchzuführen. Dabei wiederrum merkte man, dass der Belag noch lange nicht so robust war wie man gedacht hatte. Hinzukommt auch noch, dass die Lärmbelastung unverhältnismäßig hoch war, weshalb die Geschwindigkeitsbeschränkung auf diesem Abschnitt auf 70 Kilometern pro Stunde gesenkt werden musste, um die Anrainer zu schützen.

Andere Projekte mit Solarbelägen auf Straßen waren und sind mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Diese Technologie scheint einfach noch nicht ausgereift zu sein für den Einsatz auf Autostraßen. Ein Solar-Radweg in den Niederlanden hingegen, hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen und soll deshalb ausgeweitet werden. SolaRoad produzierte im zweiten Betriebsjahr 93 Kilowattstunden pro Quadratkilometer, was rund 25 Prozent mehr ist, als man im Vorfeld kalkuliert hatte.


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Bild: Unsplash

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