40 200 Inobhutnahmen von Kindern in Deutschland im Jahr 2012 und über 100.000 stark gefährdete Kinder sind ein Zeichen für eine nicht mehr funktionierende Gesellschaft, ja den Niedergang einer Kultur.…

40 200 Inobhutnahmen von Kindern in Deutschland im Jahr 2012 und über 100.000 stark gefährdete Kinder sind ein Zeichen für eine nicht mehr funktionierende Gesellschaft, ja den Niedergang einer Kultur. Hinzu kommen der Rückgang der Geburtenzahlen in den Industriegesellschaften, sowie die „Versingelung“ der Gesellschaft. Eine nachhaltige Zukunft sieht anders aus.

 

Die Industriekultur zerstört sich sichtbar und spürbar selbst

 

Etwa 100 Millionen Jahre haben Primaten gelernt in einer Gemeinschaft einen harmonischen Zustand in ihrer Umgebung herzustellen, nachhaltig zu existieren. Diese intakten Gemeinschaften können wir noch heute bei unseren nächsten Verwandten, den Bonobo-Schimpansen beobachten. Selbst viele so genannte „Naturvölker“, also in einer noch nachhaltig intakten Gemeinschaft lebende Menschen, führen heute noch vor, wie wir alle einmal intelligent mit unserer Umgebung gelebt haben. Diese Erfahrung ist natürlich auch auf ewig in dem Gedächtnis jedes einzelnen Menschen, als ein wichtiges Ergebnis der Evolution gespeichert. Die aktuelle „Mutation“ in diesem Sozialverhalten, die Zerschlagung der Gemeinschaft in Kleinfamilien und nun gar zu Einzelwesen, so genannten Singles und gar „alleinerziehenden Eltern“ (schon der Begriff an sich deutet auf einen Widerspruch hin) ist eine Variante der Evolution, die sich nicht bewähren kann und schließlich zum Aussterben dieser Spezies führen muss. Der amerikanische Philosoph Harry Frankfurt (Univ. Princeton) nennt derartigen Unfug mit recht „Bullshit“.

 

Der Mensch ist ein soziales, eigentlich altruistisches Wesen

 

Wer die Gesellschaften der Industriestaaten, die eine so genannte „christlich abendländische Kultur“ so hoch halten, von außen betrachtet, kann angesichts dessen, was diese Kulturen in dem letzten sehr kurzen Augenblick der gesamten bisherigen Evolution (ca. 1.000 Jahre) angerichtet haben, dieses Verhalten wirklich nur als „Bullshit“ bezeichnen. Diese Menschen handeln entgegen ihren Urerfahrungen und gegen jede Regel der Evolution. Evolutionsbiologen und Evolutionspsychologen sehen daher auch mit Schrecken einen baldigen Zusammenbruch dieser gesamten Kultur voraus.

Kinder nur der Obhut eines einzelnen Menschen zu überlassen, ist schon ein „Verbrechen“ an diesem Kind und widerspricht natürlich auch der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Noch wenige Generationen zuvor genoss dieser junge Mensch die Obhut, Fürsorge und Erziehung einer großen Gemeinschaft, Menschen jeden Alters. Sofort nach der Geburt war er in der Gemeinschaft aufgehoben, umsorgt und behütet. Dieses kann weder die heutige Kleinfamilie, noch ein alleinerziehender Elternteil leisten. Das Konzept der „Familie“ ist somit bereits der Anfang des „Bullshit“. Das Kind wird seinen Entwicklungschancen grundsätzlich beraubt.

 

Der Ersatz der Urgemeinschaft durch den „Staat“ ist auch „Bullshit“

 

Damit die Menschen – also die Eltern – für die Industriekultur frei verfügbar sind, müssen ihnen diese vereinsamten Kinder abgenommen werden, durch Institutionen wie Kindergärten und schließlich die Schule. Grundsätzlich müssen sie aber in der Vereinsamung – mit ihrem verbliebenen Elternteil – leben, haben hier ihre verkümmerte emotionale und soziale Bindung. Diese Menschen haben in sich eine große Sehnsucht nach der Gemeinschaft, ihrer großen Gruppe, was sie grundsätzlich zu Suchtgefährdeten macht. Diese Sehnsucht muss irgendwie befriedigt werden.

Die leiblichen Eltern hingegen sind bereits mit ihrem eigenen – vereinsamten – Leben überfordert, erfahren permanenten Stress und müssen nun auch noch diesen kleinen Wesen eine intakte Gemeinschaft bieten. Besonders dort, wo zusätzlich die materielle Sicherheit fehlt, scheitert dieses System komplett. Aber auch in so genannten gut situierten Familien ist der Schaden in den Kinderseelen groß. Hier ist mitunter die potenzielle Gruppe noch begrenzter.

 

Eine Gesellschaft der verkümmerten Seelen kann nicht nachhaltig überleben

 

Wenn man beobachten muss, wie Kinder, die durch Inobhutnahme und Aufnahme in einer großen „Familie“ ihr Glück finden konnten, eine „Heimat“ genossen, nach oft langer Zeit in dieser Gemeinschaft wieder zurück zu dem vielleicht alleinstehenden Elternteil sollen und sich vehement dagegen wehren, kann man nachempfinden, wie unsinnig dieses gesamte System ist. Das Kindeswohl, das nach deutschen Gesetzen das höchste Gut sein soll, wird in der Regel schon dadurch gefährdet, dass die Kinder in Kleinfamilien verbannt werden.

Trotz der großen Not und dem Leid, dass Kinder in vielen „Entwicklungsländern“ erleben müssen, ist festzustellen, wie viel selbstbewusster, resilienter ja glücklicher diese Kinder wirken, wie sie lachend in ihren „primitiven“ Umständen in ihrer großen Gemeinschaft leben.

Über 40.000 Kinder, die in einem Jahr in Deutschland vor ihren Eltern gerettet werden müssen, sind ein schlagender Beweis für den „Bullshit“ in diesem System.

 

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/08/PD13_260_225.html

http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2013/08/7.html

http://www.allein-erziehend.net/forum/beitrag74503.html

http://www.juraforum.de/lexikon/kindeswohl

http://www.tagesschau.de/inland/jugendamt-kindeswohl100.html

http://www.rechtsfragen-jugendarbeit.de/kindeswohlgefaehrdung-ueberblick.htm

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