Unglaubliche 650.000 Tonnen Glyphosat werden weltweit jährlich auf Feldern ausgebracht und vergiften Grund und Boden. Das bringt dem Hersteller Monsanto Milliardengewinne und den Bauern sichere und kostengünstigere Ernte.

Doch was bringt es der Menschheit? Der Schaden am Erdreich ist kaum mehr gut zu machen. Das Gift schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch Tieren und dem Menschen direkt, denn über die Nahrungskette gelangt das gefährliche Herbizid in unsere Körper.

Einsatz von Glyphosat

Glyphosat ist ein Totalherbizid, das seit etwa 40 Jahren zum Einsatz kommt. Es ist speziell auf bestimmte Pflanzen abgestimmt und tötet alle anderen Pflanzen ab. Zugelassen ist es sowohl im Ackerbau, als auch im Weinbau und auf Obstplantagen. Landwirte setzen es in den vergangenen Jahren vermehrt ein, da es die Arbeiten der Bauern am Feld verringert und ein früheres Ernten ermöglicht. Über das Grundwasser gelangt das chemische Pflanzenschutzmittel überall hin.

Glyphosat macht krank

Glyphosat dringt in alle Bestandteile der Pflanze ein und lässt sich weder abwaschen noch wird es durch Erhitzen oder Einfrieren abgebaut. Rückstände halten sich etwa ein Jahr lang in Lebens- und Futtermittel.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Glyphosat im menschlichen Urin nachweisbar ist. Weltweit steigt der Verbrauch Hauptsächlich über Getreideprodukte landet das Gift auf unseren Tellern und macht uns krank.

Tierversuche haben gezeigt, dass das Rückstände des Herbizids in Blut und Körpergewebe nachgewiesen werden kann. Während Schwangerschaften kann es auch die Blut-Plazenta-Schranke überwinden und den Embryo schädigen. Ebenso wurde eine Wirkung auf den Testosteron- bzw. Östrogenspiegel bestätigt.

Die turnusmäßige Überprüfung wäre 2012 fällig gewesen, wurde jedoch von der EU-Kommission auf 2015 verschoben. Fragen wie das Glyphosat in unsere Körper kommt, bzw. was die langfristigen Folgen für den Menschen sind bleiben weiter unbeantwortet.

Forderungen an die EU-Kommission

Ein verpflichtendes Monitoring-Programm für Glyphosat in Lebens- und Futtermittel für alle EU-Länder und die Einführung von Glyphosat-Reduktionsprogrammen wäre das Mindeste. Jedoch ist die Frage wie stark die Agrarlobby dagegen hält, denn Monsanto aber auch andere Herbizid-Hersteller wie Syngenta, BASF oder Bayer werden die weitere Vermarktung ihrer Gift-Produkte weiter vorantreiben.

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