Fotocredit: Pixabay/robdimagery
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Während viele Gemeinden den Klimanotstand ausrufen, beschloss Tulln, aktiv gegen den Klimawandel vorzugehen.

In Sachen Klimapolitik nimmt die Stadt Tulln kürzlich ihre Geschicke selbst in die Hand. Per einstimmigen Gemeinderatsbeschluss hat der Vorstand der Stadtgemeinde dort am 2. Juli 2019 ein selbst definiertes Klima-Manifest beschlossen. Zwei konkrete Ziele hat sich Tulln dabei gesetzt: Innerhalb der nächsten fünf Jahre wird die Stadtverwaltung Tullns CO2-neutral sein, innerhalb der kommenden 20 Jahre wird die gesamte Gartenstadt Tulln das Ziel „CO2 neutrale Stadtgemeinde“ erreichen.

Eingebracht haben den Vorschlag zum Manifest die TVP, die SPÖ und die Grünen per Dringlichkeitsantrag. Dabei sei man sich der ökologischen Verantwortung als Gartenstadt sehr bewusst, heißt es auf der Homepage der Stadtgemeinde. Das Ziel des Manifest sei es, den Bürgermeister und die Stadtverwaltung in ihren Bemühungen zu bekräftigen, die umweltpolitischen Maßnahmen für Tulln weiter voranzutreiben.

Tulln geht eigene Wege im Klimaschutz

Während andere Gemeinden den Klimanotstand ausrufen, um auf die Problematik des vom Menschen verursachten Klimawandels hinzuweisen, geht Tulln somit einen deutlichen Schritt weiter. Erreichen will man die ambitionierten Ziele übrigens über drei Schienen: Einerseits will die Stadtgemeinde auf erneuerbare Energien – und dabei vor allem auf Photovoltaik und auf Windenergie – setzen, andererseits will man aufforsten, Humus aufbauen und die Stadt auf durchdachte Weise begrünen. Zum dritten will die Stadt Zertifikate ankaufen, um den CO2-Ausstoss zu kompensieren und auf diese Weise Klimaschutzprojekte in Afrika und Südamerika unterstützen. Wer weiß, vielleicht macht dieses Beispiel ja schon bald auch in anderen Gemeinden Schule.

Quelle: www.tulln.at: „Klimaschutz: Tullnbeschließt Manifest und ambitionierte Klima-Ziele“

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