Fotocredit: Pratiksha Mohanty auf Unsplash
Fotocredit: Pratiksha Mohanty auf Unsplash
Was an Pumpkin Spice so toll ist und woraus es eigentlich besteht

Als „Foodie“ kommt man um Pumpkin Spice, also Kürbisgewürz, im Herbst nicht mehr herum! In Amerika ist es überall erhältlich, hier in Europa müssen wir es uns (noch) selber machen. Woher der Hype kommt, wieso die Gewürzmischung sogar gesund ist und was man alles damit machen kann verrate ich euch heute.

Pumpkin Spice 

In Amerika taucht die Gewürzmischung erstmals 1796 in einem Kochbuch auf und ist aus der Herbst- und Winterküche nicht mehr wegzudenken. Früher wurde es auch in Amerika noch von den Köchinnen selbst gemischt, mittlerweile gibt es die Mischungen überall zu kaufen.

In Europa ist zwar der Hype mittlerweile angekommen, mischen müssen wir die Gewürze allerdings immer noch selbst.

Kürbisgewürz selber machen

Die Gewürzmischung ist im Grunde keine Hexerei, ihr könnt sie aus ein paar üblichen Gewürzen ganz einfach selber mischen. Das braucht ihr dafür: 

  • 3 EL Zimt (gemahlen)
  • 2 TL Ingwer (gemahlen)
  • 2 TL Muskat (gemahlen)
  • 1 ½ TL Piment (gemahlen)
  • 1 TL Nelken (gemahlen)

Einfach alle Gewürze zusammen mischen und schon ist die Gewürzmischung fertig. Dicht verschlossen ist sie, wie die Basisgewürze, lange haltbar.

Gesunde Gewürzmischung

Gewürze spielen in der gesunden Küche eine große Rolle, denn sie wirken auf den Körper auf verschiedene Arten sehr positiv. Und verleihen gleichzeitig vielen Speisen eine unvergleichliche Note. Sehen wir uns die Bestandteile vom Kürbisgewürz einmal ein bisschen genauer an:

Ingwer

Die gelbe Wurzel hat nicht nur einen ganz besonderen, leicht scharfen Geschmack, sondern ist auch richtig gesund. Sie enthält viel Vitamin C, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor. Ingwer wirkt antibakteriell, hemmt auch die Verbreitung von Viren, hilft bei Unwohlsein, fördert die Verdauung und ist stoffwechselanregend.

Muskat

Muskat zeichnet sich durch sein würziges, süßlich-bitteres Aroma aus und ist in der Ayurveda als eines der wirksamsten Mittel gegen Durchfall bekannt. Es wirkt schmerzstillend, krampflösend, verdauungsstärkend und fördert die Resorption im Dünndarm. Das schmackhafte Pulver wird gegen Schmerzen, Unruhezustände und Krämpfe eingesetzt, und zur Förderung des Schlafes. Muskat gilt außerdem auch als Aphrodisiakum.

Doch Vorsicht: Die Muskatnuss kann ab einer Menge von etwa fünf Gramm eine berauschende Wirkung zeigen und giftig sein. Dafür müsste man jedoch eine bis zwei ganze Nüsse verzehren, was im Normalfall doch eher unwahrscheinlich ist.

Nelken

Gewürznelken gehören bei uns traditionell in so gut wie jede Lebkuchen- und Punsch-Rezeptur. Wissenschaftler fanden nun heraus, dass sie zu den besten Andioxidantien gehören und somit antioxidative, entzündungs- und gerinnungshemmende Eigenschaften besitzen. In der traditionellen chinesischen und europäischen Medizin (TCM bzw. TEH) werden Gewürznelken auch als natürliches Schmerzmittel eingesetzt.

Piment

Diese kleinen Beeren sehen Pfeffer zum Verwechseln ähnlich und sind wenig bekannt (obwohl in jedem Lebkuchenrezept enthalten). Ein Hauch davon genügt, da das enthaltene ätherische Öl Eugenol ein sehr intensives Aroma hat. In der Naturheilkunde setzt man die Kügelchen vor allem als wirksames Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden ein. Piment soll aber außerdem bei Nervosität und Stress einen sanft beruhigenden Effekt haben.

Zimt

Zimt ist nicht nur ein leckeres Gewürz sonder auch ein sehr effektives Naturheilmittel. Er kann die Blutzuckerwerte und ausserdem den Cholesterinspiegel senken. Gleichzeitig kurbelt Zimt als wärmendes Gewürz den Stoffwechsel an (was beim Abnehmen hilfreich sein kann) und ist ausserdem sehr reich an sekundären Pflanzenstoffen. Dadurch kann er zur Krebsprävention eingesetzt werden.

<a href="https://unsplash.com/photos/riWst-GXN_k">Fotocredit: Sarah Gualtieri auf Unsplash</a>
Fotocredit: Sarah Gualtieri auf Unsplash

Rezeptideen mit Pumpkin Spice

Die Ideen für Rezepte mit Pumpkin Spice sind unendlich! Einige Highlights habe ich hier für euch zusammen gesucht.

Ein Klassiker ist sicher der Pumpkin Spice Latte! Oft wird dieser gleich mit einer großen Coffeeshop-Kette in Verbindung gebracht, doch dort wird er aus Sirup gemacht der mit Aromen versetzt und sicher nicht gesund ist. Eine tolle, gesündere Version mit Kürbismus und Pumpkin Spice findet ihr zum Beispiel hier bei Christina alias Mrs. Berry. Verena von Sweets&Lifestyle macht überhaupt gleich Pumpkin Spice Sirup, mit dem allerlei tolle Getränke im Nu zubereitet sind.

Doch auch zum Backen wird die Gewürzmischung genützt, zum Beispiel in Pumpkin Spice Muffins oder Pumpkin Spice Cake. (Falls ihr nicht wisst, welchen Kürbis ihr am besten verwendet, im Vorjahr habe ich einen kleinen Kürbisguide geschrieben!)

Ich persönlich geb es ja im Herbst und Winter fast überall dazu, von meinem Porridge in der Früh, über Pancakes bis hin zu süßen Wraps (mit Banane, Erdnussmus und – richtig geraten – Pumpkin Spice Mischung). Vielleicht konnte ich euch ja durch diesen Artikel auch für die leckere Gewürzmischung begeistern und ihr gebt ihr eine Chance!

Quellen:
Mrs. Berry, Christina Nagel-Gasch, 04.10.2016: „Pumpkin Spice Gewürz selber machen – und drei tolle Rezepte damit
Utopia, 23.02.2018, „Wie gesund ist Ingwer?“
Gesundwelt.de, „Muskat – würzig und gesund
Zentrum der Gesundheit, Carina Rehberg, 01.03.2019 „Gewürznelken und ihre Heilkraft
Eatsmarter, Katrin Koelle, 27.12.2018: „Piment
Zentrum der Gesundheit, Carina Rehberg, 27.09.2019: „Zimt – Diabeteskiller und Fatburner
Wikipedia, „Pumpkin Pie Spice

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