Ein Plusenergiehaus in Norwegen erzeugt Strom

Die Nutzung der überschüssigen Energie verlangt von den Bewohnern regelmäßige Verwendung von smarten Geräten. Das Architekturbüro Snøhetta  hat schon einige große Projekte gemeistert: Das Opernhaus in Oslo oder den Museumspavillon in New York zum Gedenken an 9/11.

Bald wird auch die Neugestaltung des New Yorker Times Square abgeschlossen sein. Die Firma arbeitet auch an kleineren Projekten, die deswegen aber nicht weniger Aufmerksamkeit verdienen, so wie das ZEP Pilot Haus im norwegischen Larvik.

Abseits der Lichter der Großstadt könnte das ZEB Haus große Wirkung haben. Es handelt sich dabei nicht um ein Nullenergiehaus, sondern um ein Plusenergiehaus. Das Haus erzeugt überschüssige Energie – und zwar so viel, dass man damit den Akku eines Elektroautos aufladen kann.

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Der Großteil des Stroms wird über die Photovoltaikanlage am Dach produziert, die in einem 19-Grad-Winkel nach Südosten ausgerichtet ist, um möglichst viel Tageslicht einzufangen. Ein Winkel von 45 Grad wäre hinsichtlich der Stromproduktion besser gewesen, aber die Architekten waren der Ansicht, dass das Haus dann schwer zu bauen gewesen wäre. Die Dachschräge kann allerdings in einem gewissen Rahmen variabel gestaltet werden. So würde das Dach eines Bürogebäudes in Richtung Süden zeigen, um den erhöhten Strombedarf zur Mittagszeit zu decken.

Solarenergie ist bei sofortigem Verbrauch am effizientesten. Deshalb ist das ZEB Haus mit verschiedenen Geräten im Haus verbunden. Das Haus kommt also mit einer Bedienungsanleitung und weiteren Kaufempfehlungen daher. Wäschewaschen ist zur Mittagszeit angesagt, daher sollte man die Waschmaschine vom Büro aus über das Smartphone ansteuern. Smarte Thermostaten speichern das Verhalten der Bewohner und speichern Energie für den Freitagabend, wenn die Familie zu Haus ist. Es handelt sich um ein Haus voller Technologie, die Architekten haben deshalb bewusst Bedacht darauf gelegt, möglichst viele natürliche Materialien zu verwenden.

Bilder: Snohetta

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